Über die Traumnote 1,0 freuen sich (v. l.) Christina Pleschka, Luise Volpert, Franziska Bodenmüller, Johanna Hermann und Marvin Ahlborn. FOTO: BAC
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Über die Traumnote 1,0 freuen sich (v. l.) Christina Pleschka, Luise Volpert, Franziska Bodenmüller, Johanna Hermann und Marvin Ahlborn. FOTO: BAC

Weit über Landesschnitt

  • vonBarbara Czernek
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Gießen(bac). Statt einem großen Festakt in der Kongresshalle vier kleine Feiern im Artrium des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums: Coronabedingt war viel Kreativität in der Organisation der feierlichen Zeugnisübergaben angesagt. Glücklicherweise spielte das Wetter an beiden Tagen mit, sodass die Feier für die 100 Abiturienten, eingeteilt in die einzelnen Tutorengruppen, wie geplant ablaufen konnte. Jeder Schüler durfte zwei Begleitpersonen mitbringen, ihnen wurden feste Plätze zugewiesen, sodass die Maskenpflicht großteils während der Feier entfallen konnte.

Anhand des Songs von Mark Forster "Sowieso" berichtete Schulleiterin Antja Mühlhans die Umstände der vergangen Wochen. Viele gewohnte Dinge wie die Mottowoche, der Abigag, der Festakt und der Abiball hätten in diesem Jahr ausfallen müssen. Sie versprach diese Veranstaltungen - oder zumindest Teile davon - im kommenden Jahr nachzuholen. "Ihr werdet sozusagen in euren neuen Lebensabschnitt hinein katapultiert", sagte sie und ergänzte: "Leben ist Veränderung."

In Grußworten würdigten die Tutoren die Leistungen ihrer Schüler und Schülerinnen. Oberstufenleiter Carsten Franz stellte fest, dass vier Schülerinnen und ein Schüler die Traumnote 1,0 erreicht hätten. Mit einem Durchschnitt von 2,1 läge das LLG weit über dem hessischen Landesdurchschnitt.

Wie jedes Jahr erhalten die Besten des Jahrgangs einen Förderbetrag durch die Friedrich-Ulfers-Foundation. Insgesamt sind es 5000 Euro, die jeweils auf die Schüler und Schülerinnen aufgeteilt werden. Der Stifter, Prof. Friedrich Ulfers, ehemaliger Schüler des LLG, überreichte diesen Betrag den Schülern und Schülerinnen normalerweise selbst. Ihm ist der Kontakt zu seiner Schule und den aktuellen Schülern sehr wichtig. Dafür reist der 85-jährige Germanistikprofessor jedes Jahr von New York nach Gießen, wo er sich zudem jedes Jahr mit seinen ehemaligen Klassenkameraden trifft. In diesem Jahr war dies wegen der Corona-Epidemie nicht möglich. Per Videoschaltung übermittelte er seine Grüße an die Abiturienten und erklärte ihnen, dass er durch diesen Preis seiner alten Schule etwas zurückgeben wolle. Diese Einstellung sei in den USA weitaus mehr verbreitet als in Deutschland, erklärte er. Er ermutigte die Absolventen mit ihm weiterhin in Kontakt zu bleiben. Er versprach, dass er versuchen wolle, im kommenden Jahr wieder persönlich bei der Zeugnisverleihung dabei sein zu wollen. Seine Eltern waren 1951 nach New York ausgewandert.

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