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Gastro-Szene

Neueröffnung in Gießen: »Weissbräuhaus« wird ein Prestigeobjekt

  • Marc Schäfer
    vonMarc Schäfer
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Im November soll das »Benediktiner Weissbräuhaus« in der Alten Post in Gießen eröffnen. Für die Bitburger Brauerei ist das neue Wirtshaus ein Prestige- und Pilotprojekt.

Schon die Zahlen und Fakten sind beeindruckend. 730 Quadratmeter. 258 Sitzplätze im Inneren sowie 175 im Biergarten und auf der Terrasse. Ein Schankraum, ein Restaurant, das Stüberl und eine Beer Lounge, zudem eine hauseigene Bäckerei, Front Cooking, einen Kräutergarten, einen Spielplatz und das einsehbare Lager der Holzfässer. Wenn Anfang November das »Benediktiner Weissbräuhaus« im Erdgeschoss der Alten Post eröffnet, wird die Gießener Gastronomie um eine Attraktion reicher sein.

Der Ursprung des neuartigen Gastro-Konzepts, das einen traditionellen Wirtshauscharakter mit zeitgenössischem Flair verbinden soll, liege in der Heimat der Benediktiner, dem Kloster im oberbayrischen Ettal, sagt Tim Plasse. »Durch die Teilung des Gastbereiches in verschiedene Welten schaffen wir nicht nur ein kulinarisch, sondern auch architektonisch vielfältiges Angebot für unsere Gäste«, erklärt der erfahrene Gastronom aus Frankfurt, der im Weissbräuhaus als Ideengeber und Geschäftsführer fungieren wird. In der Mainmetropole hat Plasse bereits einige Konzepte zum Erfolg geführt, darunter so namhafte Projekte wie den King Kamehameha Club, das Café Hauptwache, das Beyond und gemeinsam mit Koch Tim Mälzer das Hausmann’s, das Vaivai oder die Sullivan Bar.

In Gießen steht Plassse gemeinsam mit der Bitburger Brauerei nun vor der Herausforderung, ein sehr großes Objekt mit Ganztageskonzept vom Frühstück bis zum Abendessen zu etablieren und dabei auch die durch die Corona-Pandemie in den Fokus geratenen Hygieneanforderungen einzubinden. Im Eingangsbereich wartet auf die Gäste daher ein frei stehendes Waschbecken, das einem Taufbecken ähnelt. »Das Händewaschen zur Begrüßung verknüpft das traditionelle Ritual mit der sogenannten neuen Normalität«, sagt Plasse.

Für die Brauerei ist das neue Restaurant nicht nur ein Prestigeobjekt, mit dem eine deutschlandweit vertretene Marke weiter ausgebaut werden soll, sondern auch ein Pilotprojekt zum Lernen. »In Sachen Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden wir neue Maßstäbe setzen. Von unseren Erfahrungen werden viele Gastronomie-Partner der Brauerei profitieren«, erklärt Plasse. Da digitale Tools inzwischen nicht nur für ein reibungsloses Liefergeschäft, sondern für den gastronomischen Betrieb als Ganzes unverzichtbar seien, entstünden im Weissbräuhaus von Anfang an umfassende digitale Strukturen. »Sie liefern im Hygiene- und Personal-Management, in der Warenwirtschaft und im Service Informationen und Handlungsempfehlungen, die eine verlässliche Planung und einen effizienten Einsatz von Ressourcen ermöglichen«, betont Plasse.

Herzstück des Wirtshauses, das - wie es früher war - Treffpunkt der ganzen Stadtgesellschaft werden soll, ist die Schankstube. Etwas ruhiger und bequemer soll es in der Lounge zugehen, die von einem großformatigen Wandbild des auferstandenen Christus geprägt wird. »Es schlägt die Brücke nach Oberbayern, indem es ein Original aus dem Kloster Ettal zitiert«, sagt Plasse. Im Restaurant speisen die Gäste auf hochwertigen Dining-Stühlen. Urig eingerichtet wird dagegen das Stüberl sein, ein Rückzugsort für kleinere Gruppen. Auf der Speisekarte werden sich neben neu interpretierten Klassikern aus Bayern auch Traditionsgerichte der hessischen Küche finden.

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