Weil Menschen Menschen brauchen

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Gießen (vpf). Schicksalsschläge können jeden erwischen. Das wissen die Mitarbeiter der Jugendwerkstatt in der Weststadt besser als manch anderer. Denn sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, denen zu helfen, die Schlimmes erlebt haben und die von anderen bereits abgeschrieben wurden. Menschen, denen niemand mehr helfen möchte. Das weiß aber auch die Geschäftsführung der Mittelhessischen Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG, und so entstand vor einigen Jahren eine Idee: "Statt Kunden zu Weihnachten Wein oder Gebäck zu schenken, unterstützen wir seither soziale Projekte und Einrichtungen", erklärt Chefredakteur Dr. Max Rempel. Ausgerüstet mit einem Scheck über 2000 Euro ist er am Freitag in die Jugendwerkstatt gekommen, um sich vor Ort anzuschauen, wohin die MDV-Spende fließt.

Gießen (vpf). Schicksalsschläge können jeden erwischen. Das wissen die Mitarbeiter der Jugendwerkstatt in der Weststadt besser als manch anderer. Denn sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, denen zu helfen, die Schlimmes erlebt haben und die von anderen bereits abgeschrieben wurden. Menschen, denen niemand mehr helfen möchte. Das weiß aber auch die Geschäftsführung der Mittelhessischen Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG, und so entstand vor einigen Jahren eine Idee: "Statt Kunden zu Weihnachten Wein oder Gebäck zu schenken, unterstützen wir seither soziale Projekte und Einrichtungen", erklärt Chefredakteur Dr. Max Rempel. Ausgerüstet mit einem Scheck über 2000 Euro ist er am Freitag in die Jugendwerkstatt gekommen, um sich vor Ort anzuschauen, wohin die MDV-Spende fließt.

"Weil Menschen Menschen brauchen" steht auf einem Banner im Kaufhaus auf dem rund 2700 Quadratmeter großen Gelände. Hier braucht man sich gegenseitig: Jugendliche, die ihren Schulabschluss auf einer Regelschule nicht geschafft haben, brauchen Lehrer, die ihnen eine Chance geben. Die wiederum brauchen Freiwillige wie Anatoli, der jeden Morgen um 8 Uhr kommt und den Hof in Ordnung bringt. "Dafür bekommt er in der Kantine eine warme Mahlzeit", erklärt Alexandra Rinn vom Team der Jugendwerkstatt. Bezahlt werde die wiederum vom Beitrag der Mitarbeiter. "So hilft man sich hier gegenseitig."

Damit Menschen anderen helfen können, braucht es jedoch manchmal auch mehr als guten Willen. Manchmal braucht es ganz konkrete Anschaffungen, um das umsetzen zu können, was man sich vorgenommen hat. Und das ist bei der Jugendwerkstatt gerade eine ganze Menge: "Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, benachteiligte Menschen, Jugendliche wie Erwachsene, beim Wiedereinstieg in den Beruf oder den Schulalltag zu unterstützen." Fast 50 Mitarbeiter arbeiten mit 150 bis 200 Teilnehmern in zwölf Ausbildungs- und Qualifizierungsbereichen.

Mit der Wirtschaft mithalten

Einer davon ist die Metallausbildung: "Der praktische Teil findet hier auf dem Hof statt", erklärt Mirjam Aasman, die mit Heidemarie Diehl als Geschäftsführerin fungiert. Bei der Führung durch die Werkstatt wird im Hintergrund zerspant, geschweißt und geschliffen. Einige große Maschinen stehen in der Werkstatt, funktionstüchtig, aber zum Teil veraltet, wie Ausbilder Jürgen Lotz erklärt: "Für die Anschaffung von digitalen Anzeigen können wir die Spende mehr als gut gebrauchen." Um mit der freien Wirtschaft mithalten zu können, sei die Jugendwerkstatt auf Unterstützung angewiesen, betont Aasman. "Besonders die Menschen, die keine Unterstützung von offizieller Stelle bekommen, brauchen Hilfe." Dass sich das Team dieser Aufgabe widme, könne nicht genug gewürdigt werden, meinte Rempel. Er freut sich, mit dem Verlag einen kleinen Teil zur Unterstützung beigetragen zu haben.

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