Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt Gießen bleibt länger geöffnet

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Am Freitag geht’s los: Der Gießener Weihnachtsmarkt startet in die neue Saison. Mit einer Besonderheit.

Kurz vor den Feiertagen haben wir die meisten Vorbereitungen erledigt und kommen richtig in Weihnachtsstimmung – doch in der Gießener Fußgängerzone ist die Budenreihe schon abgebaut: Seit Jahren wird im Advent diese Klage laut. Meistens am 22., bei Wochenend-Termin am 23. Dezember endete bisher der Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr wird er erstmals verlängert, und zwar um eine ganze Woche bis zum 30. Dezember. Beim Einkaufs-Endspurt am Heiligabend-Vormittag bleiben die Stände allerdings geschlossen. Los geht der Betrieb am Freitag (30. November).

Kunsthandwerker zahlen weniger

"Wir hatten schon länger darüber nachgedacht, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, auch nach den Feiertagen die Atmosphäre zu genießen", erläutert Silja Papenguth von der Gießen Marketing GmbH auf Anfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung. Dabei habe man vor allem die Funktion des Markts als geselliger Treffpunkt im Auge.

Den Beschickern sei es selbst überlassen, ob sie die Woche "zwischen den Jahren" dranhängen. Ihre Bereitschaft dazu signalisiert hätten nicht nur Anbieter von Glühwein und Kartoffelpuffern, sondern auch einige Kunsthandwerk-Händler.

+++ Die wichtigsten Infos zum Weihnachtsmarkt Gießen im Überblick

In der Innenstadt ruhen soll der Betrieb indes nicht nur an den beiden Weihnachtsfeiertagen, sondern auch an Heiligabend. Ein Grund: Die Händler, die oft aus größerer Entfernung kommen, brauchen Zeit, um das eigene Feiern vorzubereiten.

In etlichen Städten – sogar im stark kirchlich geprägten Fulda – haben die Weihnachtsmärkte schon letzte Woche begonnen. Ein Start vor dem Totensonntag komme für die Gießen Marketing aber nicht in Frage, sagt Papenguth. Erwogen habe man einen etwas früheren Beginn wie im letzten Jahr, als die Eröffnung auf den Mittwoch vorverlegt wurde. Doch da zeigte sich, dass die meisten Gießener auf den Traditionstermin geeicht sind, der nun wieder eingehalten wird: Der Markt beginnt am Freitag vor dem ersten Advent.

Eisbahn bis 13. Januar

Vielerorts wird das typische Problem des Innenstadthandels auch für Weihnachtsmärkte spürbar: Die Kunden möchten zwar hübsche Warenauslagen, doch eher als Ambiente beim Essen und Trinken. Ihre Einkäufe erledigen sie im Internet. Auch in Gießen zahlten Glühweinverkäufer höhere Standgebühren als Anbieter von Kunsthandwerk, erklärt Papenguth. Doch von einem drastischen Kundenrückgang wisse sie nichts. "Die meisten Anbieter kommen immer wieder. Also lohnt es sich offenbar."

Bisher gab es nur am Kirchenplatz – am Rande der Eisbahn – Marktbetrieb nach Weihnachten. Diesen Winter dauert das Schlittschuhvergnügen bis 13. Januar. Über Neuheiten, Öffnungszeiten und Details, berichtet die GAZ in den nächsten Tagen.

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