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Seit Oktober geschlossen ist der Weg ins Sportinstitut der Universität. FOTO: MÖ

Auseinandersetzung

Wegesperrung am Gießener Kugelberg bleibt umstritten

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Der AStA der Universität lässt bezüglich der Sperrung eines Wegs zum Sportinstitut am Kugelberg nicht locker. Der Verkehrsreferent nennt Argumente der Unispitze "unerklärlich".

Seit Anfang Oktober ist die Kraftprobe, die sich Unbekannte und die Hausmeister des Uni-Sportinstituts geliefert hatten, entschieden. Die schweren rostigen Ketten, mit denen das grüne Stahltor am Verbindungsweg zwischen dem Fasanenweg und der Grünberger Straße damals verschlossen wurde, blieben seitdem unangetastet. Die Schließung des östlichen Eingangs zu den Sportplätzen und -hallen des Uni-Sportinstututs am Kugelberg scheint akzeptiert zu werden, nachdem Bauzäune und das Stahltor zuvor mehrfach aufgebrochen worden waren.

Beendet ist die Auseinandersetzung um die Sperrung der seit Jahrzehnten vor allem von Bewohnern des Studentenheims Eichendorffring genutzten Abkürzung aber noch nicht. Sie hat eine Fortsetzung in den Gremien der Hochschule gefunden. Eingeschaltet hat sich der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), der auf eine Wiederöffnung des Wegs drängt und die Argumente der Uni-Leitung für die Schließung kritisch hinterfragt. So hält AStA-Verkehrsreferent Fabian Mirold-Stroh die von der Uni gegenüber der GAZ getätigte Aussage, dass es wegen der Sperrung keinerlei Beschwerden von Studierenden gebe, für "unerklärlich". Sowohl gegenüber dem vorherigen AStA als auch gegenüber dem neuen hätten sich Studierende über die Sperrung beschwert, sagt Mirold-Stroh.

Er widerspricht auch der Aussage des Präsidiums in der November-Sitzung des Senats, wonach sich die Wege für die Studierenden durch die Sperrung nur "unwesentlich" verlängert hätten. Mirold-Stroh geht von mindestens "15 Minuten Fußweg extra" aus, da sich die Strecke vom Wohnheim in der Anneröder Siedlung zum Eingang Kugelberg von wenigen hundert Metern auf 1,6 Kilometer verlängert habe.

Das Präsidium hatte Ende November im Senat Fragen der Stupa-Fraktionen UniGrün und SDS zur Wegesperrung beantwortet. Wie gegenüber der GAZ verwies die Uni auf "Sicherheitsgründe", da der vom VfB 1900 Gießen vor zehn Jahren mit einem Kostenaufwand von 10 000 Euro befestigte Weg, der entlang des Kunstrasenplatzes führt, nicht beleuchtet sei und an einer Stelle ein starkes Gefälle aufweise. Mithin entspreche der Pfad nicht den Anforderungen an einen "verkehrssicheren Rad- und Fußweg". Die Kosten für den Bau eines vorschriftsmäßigen Wegs indes könnten sich auf einen "höheren sechsstelligen Betrag summieren".

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