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OK KID verlegen ihr Festival auf September. FOTO: EP

"Stadt ohne Meer"

Wegen Corona: "Stadt ohne Meer"-Festival von OK KID verschoben

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Wegen der Corona-Pandemie kann das Festival von OK KID nicht Ende Mai über die Bühne gehen. Doch die Gießener Band hat bereits einen Alternativplan.

Gießen - Die schlechte Nachricht zuerst: Das Stadt-ohne-Meer-Festival von OK KID wird am 30. Mai wegen der Corona-Pandemie nicht über die Bühne gehen. Die Band um Jonas Schubert, Moritz Rech und Raffael Kühle hat aber auch eine gute Nachricht: Das Festival im Schiffenberger Tal fällt nicht aus, es wird nur verschoben. Neuer Termin ist der 12. September. "Das Virus kann uns vielleicht kurzfristig bremsen", betont Sänger Schubert, "es kann uns aber nicht aufhalten."

"Stadt ohne Meer"-Festival: Alle Bands wollen kommen

Die wenigsten dürften überrascht sein, dass Ende Mai keine Austragung eines Festivals mit Tausenden Besuchern möglich ist. Viele Veranstaltungen mit deutlich weniger Besuchern sind der Pandemie bereits zum Opfer gefallen. Bemerkenswert ist hingegen, dass die Band innerhalb kürzester Zeit einen Alternativplan ausgetüftelt hat. Nicht nur Booker, Behörden, Sponsoren und Helfer hätten dabei an einem Strang gezogen, sondern auch die Künstler. "Alle wollen am 12. September nach Gießen kommen. Und schon fast alle konnten fix für dieses Datum zusagen." Schubert hebt in diesem Zusammenhang die große Solidarität hervor, die alle Beteiligten gezeigt hätten. Schließlich würden durch das Corona-Virus nicht nur Bands vor einer ungewissen Zukunft stehen, sondern auch die beauftragten Technikfirmen, Foodtruck-Betreiber und viele weitere. "Da hängt ein langer Rattenschwanz dran. Wir als Veranstalter tragen eine große Verantwortung. Für uns war es daher auch keine Option, das Festival ausfallen zu lassen", betont Schubert.

Aber auch für OK KID selbst ist die Pandemie eine massive Bedrohung. "Wir haben erhebliche Einbußen hinnehmen müssen und bleiben auf Kosten sitzen." In den vergangenen Jahren hätten sie sich keinen Cent ausbezahlt. "Wir haben immer alles ins Festival selbst, die Musik, die Deko gesteckt und versucht, die Ticketpreise so günstig wie möglich zu halten."

"Stadt ohne Meer"-Festival: Appell an Gäste, Fans und Unterstützer

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass eine Absage und die daraus resultierende finanzielle Katastrophe aller Wahrscheinlichkeit nach das endgültige Ende von "Stadt ohne Meer" bedeuten würde. Die Band richtet daher auch einen Appell an ihre Gäste, Fans und Unterstützer: "Für alle, denen dieses Festival am Herzen liegt: Bitte unterstützt uns mit dem Kauf von Tickets. Schenkt Sie euren Liebsten zu Ostern oder seht das als Spende für den Fortbestand der kulturellen Vielfalt in Gießen an."

Die erworbenen Karten bleiben gültig. Wer am neuen Termin nicht kann, wird gebeten, an info@stadt-ohne-meer.de eine E-Mail zu schreiben. "Wir finden für jeden eine Lösung, damit sich niemand unfair behandelt fühlt."

Abschließend betont Schubert, dass die Band auch bei weiteren Problemen nicht aufgeben will. Im Gegenteil: "Wenn wir im September immer noch nicht dürfen sollten, dann finden wir auch wieder eine Lösung. Versprochen!"

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