gl3_010721_4c_3
+
gl3_010721_4c_3

»Wecken« im Gießen-Quiz

  • VonSebastian Schmidt
    schließen

Gießen (seg). Je nachdem in welcher Region in Deutschland man einen Wecken bestellt, bekommt man eine unterschiedliche Teigware ausgehändigt: In Norddeutschland versteht man darunter Milchbrötchen, die mit Rosinen gespickt sind. In Bayern bestellt man mit einem Wecken ein längliches Brot. Und im Südwesten des Landes bekommt man mit einem Wecken ein Brötchen.

Ganz schön kniffelig - so wie auch die dritte Rätselwoche des traditionellen Sommerquizes dieser Zeitung. Insgesamt 147 Menschen haben diese Woche bei »Kennen Sie Gießen?« Antworten eingereicht, und 121 haben das richtige Lösungswort herausgefunden: »Wecken«.

26 Teilnehmer lagen diese Woche mit ihren Einsendungen daneben. Besonders häufig darunter: Das Metal-Festival »Wacken«. Aber auch »Wecker« und »Socken« erreichten die Redaktion. Unter allen richtigen Antworten haben wir drei Gewinner ausgelost. Den ersten Preis und damit einen Restaurant-Gutschein über 50 Euro hat Christine Lambert aus Gießen gewonnen. Die beiden 20-Euro-Gutscheine gehen an Klaus Löffler aus Heuchelheim und Norman Geisse aus Fernwald.

Hoch hinaus am Montag

Der Auftakt zur dritten Woche dürfte noch leicht gefallen sein. Gesucht war der Bismarckturm (Buchstabe »W«), auf dessen Aussichtsplattform Messingplatten Auskunft geben, was bei klarer Sicht alles zu sehen ist.

Rödgen (Buchstabe »E«) hatte 32 Jahre lang eine Rollschuhbahn - daran haben wir am Dienstag in unserer historischen Frage der Woche erinnert. Die Betonfläche an der Ecke Ruhebanksweg/Bärner Straße gehörte - neben Bürgerhaus und Kindergarten-Neubau - zu den »Bonbons«, mit denen die Stadt Gießen dem Dorf die Eingemeindung 1971 schmackhaft machte. 1974 eröffnet, wurde die Anlage immer weniger genutzt, in den letzten Jahren gelegentlich von Skateboardfahrern. 2005 wurde der marode Platz gesperrt, ein Jahr später wurde der Beton abgetragen zugunsten einer Wohnbebauung.

Der am Mittwoch gesuchte Teich befindet sich am Rand der Siedlung Petersweiher (Buchstabe »C«). Wer sie zu Fuß umrundet, kommt dort zwangsläufig vorbei. Tipp für Kurzwanderer: Vom Schiffenberg in Richtung Rödgen absteigen, die Landstraße überqueren, und dann über Petersweiher durch den Wald nach Gießen in Richtung Gailsches Gelände laufen.

Der seltsame Hügel, der am Donnerstag gesucht wurde, befindet sich auf dem Spielplatz im Philosophenwäldchen (Buchstabe »K«) nahe der Eichgärtenallee. Der Wald stellt dort mit seinem jahrhundertealten Baumbestand ein über die Grenzen der Stadt hinaus bekanntes Rückzugsgebiet für Fledermäuse dar. Beobachtet wurden dort bereits Wasserfledermäuse und der Große und der Kleine Abendsegler.

Für eine andere Art von Nachtschwärmer und für Kenner der Gießener Musikszene dürfte die Frage am Freitag leicht gewesen sein. Der unscheinbare Eingang führte natürlich in die ehemalige Kultkneipe Domizil in der Braugasse, die früher auch mal eine Jazzkneipe war. Seit 2016 sind hier schon die Schotten dicht. Das Ordnungsamt schloss die Kneipe wegen Steuerschulden und baulicher Mängel. Eine Wiederbelebung gelang nicht.

In der Samstagsausgabe fragten wir schließlich nach dem Haus, in dem der Philosoph Martin Buber ab und zu beim »Gießener Kreis« zu Gast war. Das Gebäude liegt in der Goethestraße, und wer es nicht wusste, hatte die Möglichkeite, die drei genannten Straßen (Goethe-, Landmann- und Henselstraße) abzulaufen und die Gedenktafel am Haus zu entdecken. Glückwunsch an die Gewinner! FOTOS: MÖ, EP, SI, BEI, JRI

BISMARCKTURM (W)

PETERSWEIHER (C)

GOETHESTRASSE (N)

RÖDGEN (E)

DOMIZIL (E)

PHILOSOPHENWÄLDCHEN (K)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare