PERSONALIE

Wechsel im Gießener Rechtsamt

  • Burkhard Möller
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Die Stadt Gießen meldet eine wichtige Personalie: Mit der 44-jährigen Juristin Sonja Schmitz hat der Magistrat eine Nachfolgerin für den langjährigen Rechtsamtsleiter Dietrich Metz gefunden. Seit dem 1. September leitet Schmitz, die zuletzt stellvertretende Chefin des Rechtsamts des Lahn-Dill-Kreises war, eine "eminent wichtige Behörde", wie Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz bei der Vorstellung betonte. Die neue Amtsleiterin hat in Gießen Rechtswissenschaften studiert und hat nach dem zweiten Staatsexamen diverse Lehrtätigkeiten ausgeübt.

In Gießen tritt Sonja Schmitz in große Fußstapfen; ihr streitbarer und einfallsreicher Vorgänger genoss in Kreisen von Verwaltungsjuristen einen exzellenten Ruf. Im Dienste der Stadt Gießen führte der gerne querdenkende Marburger etliche aufsehenerregende (Streit-)Verfahren, unter anderem um das Eigentum an früheren Militärflächen, um große Planungen wie für das Neustädter Tor, die Errichtung des Bauhaus-Marktes im Schiffenberger Tal oder das Gewerbegebiet Pfaffenpfad, die Gültigkeit der Oberbürgermeister-Wahl 2003 und zuletzt um die verkaufsoffenen Sonntage, um die Alte Post oder die städtische Bürgerbeteiligungssatzung, über deren Gültigkeit der VGH in Kassel noch immer nicht entschieden hat.

Geholt worden in die Gießener Stadtverwaltung war Metz 1998 vom damaligen OB Manfred Mutz. Ihn vertrat Metz auch, als sich die hauptamtlichen Magistratsmitglieder in der turbulenten rot-grünen Ära vor dem Jahr 2001 gegenseitig verklagten. Auf "vielfältige rechtliche Themenfelder" freut sich nun seine Nachfolgerin. FOTOS: SCHEPP/MÖ

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