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Der gewissenhafte Umgang mit KI ist Thema der Ringvor- lesung »Verantwortung Zukunft«. Grafik: peshkove/Adobe Stock

Was im Alltag für uns denkt

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Gießen (pm). Kaum bemerkt hat sie sich in unser Leben geschlichen und macht es in vielen Bereichen bequemer: Sie entscheidet, wann Ampeln auf grün springen, sie sucht den nächsten Song in der Playlist aus oder berechnet Versicherungsprämien: künstliche Intelligenz. Dass sie auch anders eingesetzt werden kann, zeigt beispielhaft das soziale Punkte-System, mit dem China seine Bürger überwacht.

Auftakt mit Ministerin Sinemus

Ein verantwortlicher Umgang mit einer Schlüsseltechnologie der nächsten Jahrzehnte ist also gefragt. Auch die Ringvorlesung »Verantwortung Zukunft« der TH Mittelhessen ab Mittwoch, 5. Mai, nähert sich dem Thema. Zum Auftakt geht es zusammen mit Prof. Kristina Sinemus, hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, um den »Megatrend künstliche Intelligenz« und die hessische Perspektive. »KI ist einer der wichtigsten Treiber für Innovation und beeinflusst zunehmend Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft«, sagt die Ministerin. Künstliche Intelligenz müsse aber in erster Linie dem Menschen dienen - unter dieser Maxime verfolge das Land seine Strategie zum Ausbau der KI unter dem Dach von »hessian.AI«.

Dieses neue KI-Zentrum, in dem 13 hessische Hochschulen Forschung, Anwendungsorientierung und Transfer bündeln, ist beim gleichen Termin Schwerpunkt des Vortrages von Dr. Annette Miller. Die THM ist durch Prof. Michael Guckert vertreten. Er zeigt zusammen mit Präsident Prof. Matthias Willems den Fokus und die Interessengebiete der THM auf. »Man kommt um KI nicht mehr herum und muss davor auch keine Angst haben«, sagt Guckert. Es komme, wie bei jeder Technologie, auf die Art ihrer Nutzung an. Zudem seien sogar selbstlernende Maschinen und Programme bis heute und noch auf lange Sicht nur in ihren Spezialgebieten den Menschen überlegen. »Ein Schachcomputer, der den Weltmeister besiegt, wird gegen Kinder im ›Mau-Mau‹ verlieren«, sagt Guckert.

Den praktischen Nutzen der Technologie zeigt beispielhaft am 26. Mai die Veranstaltung »KI in der Diagnostik des Kardiologen«, wenn Guckert und THM-Vizepräsidentin Prof. Katja Specht den Medizin- Prof. Till Keller von der Justus-Liebig-Universität begrüßen. Die Mustererkennung als Paradedisziplin der KI, wird Keller erklären und zeigen, hilft nicht nur bei der Analyse von EKG-Daten.

Zuvor, am 19. Mai, zeigt Dr. Thomas Farrenkopf vom Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften, Datenverarbeitung zusammen mit Hilmar Gensert, Geschäftsführer von Kamax Tools & Equipment aus Homberg (Ohm), welche Rolle künstliche Intelligenz in der industriellen Fertigung hat.

Alle Vorlesungen beginnen um 19 Uhr und werden live auf YouTube gestreamt. Dort bleiben sie dauerhaft abrufbar. Weitere Informationen und den direkten Link zum You- Tube-Kanal der THM gibt es auf go.thm.de/ringvorlesung.

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