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Die schwarzen Tonnen sind in der Pandemie voller.

Abfall

Warum es 2020 mehr Rest- und Sperrmüll in Gießen gab

  • Kays Al-Khanak
    VonKays Al-Khanak
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In Gießen ist im vergangenen Jahr vor allem mehr Rest- und Sperrmüll angefallen. Für die Stadt ist der Hauptgrund für das erhöhte Müllaufkommen klar.

Die Menge an Restmüll ist in Gießen im vergangenen Jahr um rund 8 Prozent gestiegen. Wie die Stadt mitteilt, würde der Wert pro Kopf vermutlich sogar noch höher liegen, da viele Studierende in 2020 nicht in der Stadt gewesen wären. Als Hauptgrund für das erhöhte Aufkommen nennt die Stadt die Auswirkungen der Pandemie.

Im Gegensatz zum Restmüll blieb die Menge an Altglas und Bioabfällen nahezu unverändert. Gestiegen sei das Aufkommen von Sperrmüll: Hier verzeichnet die Stadt ein Plus von 18,4 Prozent. Differenziert man hier nach Altholz und restlichem Sperrmüll ohne elektronische Altgeräte ergibt sich eine Steigerung von 14 (Altholz) beziehungsweise 31 Prozent (der restlicher Sperrmüll). Besonders im ersten Lockdown hat die Stadt »erheblich über dem Durchschnitt liegende Sperrmüllmengen« angenommen: »Es wurde renoviert und geräumt, was das Zeug hielt.«

In Gießen: Weniger Altpapier in 2020

Gesunken ist im vergangenen Jahr hingegen das Aufkommen von Altpapier. Hier hat die Stadt ein Minus von etwa 5 Prozent verzeichnet. »Dies führen wir auf einen deutlichen Rückgang bei den gewerblichen Altpapiermengen zurück, die systembedingt nicht gesondert erfasst werden können«, teilt die Pressestelle mit. Nicht bestätigen kann die Stadt, inwieweit auch öffentliche Mülltonnen im Zuge der Pandemie mehr oder weniger genutzt werden. Dies werde statistisch nicht extra erfasst.

Die Stadt weist daraufhin, dass viele Gegenstände wie Möbel noch weiter genutzt werden könnten. Deshalb sollten Besitzer, auch in Pandemiezeiten prüfen, ob diese im eigenen oder in einem anderen Haushalt weiter genutzt werden können. Über Kleinanzeigen in Tageszeitungen oder im Internet fänden sich vielleicht Menschen, die diese Gegenstände noch gut gebrauchen könnten.

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