An 70 Stellen wurden Wände und Scheiben der Schule mit Parolen besprüht. FOTO: SCHEPP
+
An 70 Stellen wurden Wände und Scheiben der Schule mit Parolen besprüht. FOTO: SCHEPP

Vorwurf: Schulhof-Randale wird "beschönigt"

  • Burkhard Möller
    vonBurkhard Möller
    schließen

Gießen(mö). Nach dem neuerlichen Vandalismus an der Brüder-Grimm-Schule in Kleinlinden, bei dem vor einer Woche durch Farbschmiereien am Schulgebäude ein Schaden von rund 70 000 Euro angerichtet wurde, übt die FDP im Ortsbeirat scharfe Kritik an SPD-Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser und zeigt sich "hochgradig verärgert". Fraktionsvorsitzender Arne Sommerlad wirft der Stadträtin "offensichtliches Beschönigen des Vandalismusproblems" an der Schule und Ignoranz gegenüber dem Ortsbeirat vor.

Immer wieder hätten Anwohner, die in der Nähe der Schule wohnen, über die im Sommer 2020 gehäuft zu beobachtenden Vandalismusschäden und nächtlichen Ruhestörungen im Bereich des Schulgeländes berichtet, woraufhin der Ortsbeirat auf Antrag der FDP den Magistrat zum Handeln aufgefordert habe. Daraufhin habe Eibelshäuser ohne Beteiligung von Ortsbeirat und Anwohnern im Oktober einen Runden Tisch ins-talliert und das Thema in der Ortsbeiratssitzung am 9. Dezember quasi beerdigt, schreibt Sommerlad. Wie berichtet, stellte Eibelshäuser in der besagten Sitzung fest: "Es gibt keinen Hotspot an der Brüder-Grimm-Schule."

Nun sei sie "eines Besseren belehrt worden. Leider, wie Sommerlad bedauert: "Hätte die Stadträtin im Sommer die richtigen Konsequenzen aus dem Beschluss des Ortsbeirates gezogen, hätte diese Tat bei verstärkter Präsenz der Sicherheitsbehörden vielleicht verhindert werden können."

Wegen Vandalismus auf dem Schulhof standen vor einigen Jahren sogar aktuelle und ehemalige BGS-Schüler wegen Schadensersatz vor Gericht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare