Vortrag zu Schliemann unter Corona-Bedingungen

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Gießen(pm). Beim ersten Vortrag des Vereins "Frau und Kultur" unter Corona-Bedingungen verloren sich die 30 Zuhörerinnen im großen Saal der evangelischen Stadtmission Gießen - die geltenden Abstandsregeln erlauben keine größere Zusammenkunft und machten eine Auslosung unter den interessierten Mitgliedern erforderlich. Trotz Hitzewelle, Baustellenchaos und Maskenpflicht verfolgten die Anwesenden dann mit großem Interesse den Vortrag von Hartmut Miethe, Pfarrer im Ruhestand, der über den Forscher und Schatzsucher Heinrich Schliemann referierte, den "Archäologen aus Leidenschaft".

Sein Name ist eng verbunden mit der Suche nach Troja, der sagenumwobenen Stadt in Homers Geschichte von der Ilias. Zielstrebig trug der Kaufmann Schliemann ein großes Vermögen zusammen, um seinen Traum, die antike Stadt zu finden, zu verfolgen. Nach langen, mühsamen und kostspieligen Vorarbeiten erreichte er sein Ziel und entdeckte den sogenannten Schatz von Troja. Der Referent zeigte dazu Bilder von außergewöhnlichen Teilen des Sensationsfunds.

Bis heute rätselt die Wissenschaft, wem der Schatz zuzuordnen ist. Er wurde nach dem mythischen trojanischen König Priamos benannt, was aber aufgrund des zeitlichen Kontextes nicht möglich ist. Der Umgang mit den entdeckten Schätzen beschädigte zuweilen Schliemanns Reputation, er musste lange um Anerkennung in der wissenschaftlichen Fachwelt ringen.

Frau und Kultur wird die Vortragsreihe aller Widrigkeiten zum Trotz fortsetzen. Aktuelle Infos auf der Homepage http://frau-und-kultur-giessen.w4f.eu/wordpress/.

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