Das wäre ein Radius von einem Kilometer. Die Farben stehen für die jeweils zugeordneten Notunterkünfte. Bewohner der gelben Fläche können in der Herderschule, der grünen in der Ostschule und der blauen in der Brüder-Grimm-Schule unterkommen.
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Das wäre ein Radius von einem Kilometer. Die Farben stehen für die jeweils zugeordneten Notunterkünfte. Bewohner der gelben Fläche können in der Herderschule, der grünen in der Ostschule und der blauen in der Brüder-Grimm-Schule unterkommen.

Bombensondierung

Vorbereitungen für Evakuierungen in Gießen: Sperrzone von bis zu 1000 Metern möglich

  • Christoph Hoffmann
    VonChristoph Hoffmann
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Die Vorbereitungen für die Bombensondierung in Gießen am Montag (23.08.21) und Dienstag laufen auf Hochtouren. Die Stadt richtet Notunterkünfte ein.

Gießen – Im Rathaus laufen die Vorbereitungen auf eine mögliche Evakuierung. Sollte am Montag oder Dienstag am Bahnhof ein Blindgänger gefunden werden, hätte das wohl eine Evakuierung zur Folge. »Im Falle der Fälle«, teilt Stadtsprecherin Claudia Boje mit, »würden zahlreiche Menschen an diesen Tagen für eine gewisse Zeit ihre Wohnungen verlassen müssen.« Notunterkünfte sind in der Alicen-/Herderschule (gelbe Fläche), der Osthalle/Ostschule (grüne Fläche) und der Brüder-Grimm-Schule (blaue Fläche) vorgesehen. Geschäfte müssten schließen, Kliniken und Altenheime Vorkehrungen zum Schutz der Patienten treffen.

Ob dies überhaupt so kommt und wer davon betroffen wäre, sei derzeit aber noch unklar, fügt Boje an. »Bislang ist nur bekannt, dass es 16 Verdachtspunkte gibt, die auf zum Beispiel Metall im Boden hinweisen.« Dabei müsse es sich aber nicht zwangsweise um eine Bombe handeln. Der Magistrat bittet dennoch alle Bürger, Vorsorge zu treffen.«

Bombensondierung in Gießen: Infotelefon für Bürger aus betroffenen Gebieten

Auf www.giessen.de wurden vorliegende Informationen, auch zu den möglichen Evakuierungsradien, zusammengeführt. Eine Hotline ist ebenfalls eingerichtet worden: Unter (0641) 306-1111 können sich Bürger ab Montag mit Fragen melden. »Wer im betroffenen Gebiet wohnt oder arbeitet, wird gebeten, regelmäßig nach den neuesten Meldungen zu schauen oder auch auf Lautsprecherdurchsagen zu achten. Auch in den sozialen Netzwerken veröffentlicht die Stadt alle relevanten Neuigkeiten.« Die Gießener Allgemeine Zeitung wird ebenfalls aktuell im Internet berichten.

Der Fall der Fälle tritt aber nur ein, wenn tatsächlich ein Blindgänger gefunden wird. Bei einer kleineren Bombe könnte ein Evakuierungsradius von 500 Metern reichen, »Es könnte aber auch einen Umkreis von einen Kilometern betreffen«, sagt Boje. »Das wäre der worst case.« (pm/chh)

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