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Spielfreudig: Unter der Leitung von Hermann Wilhelmi spielen Schüler und Schülerinnen des 10. Schuljahres.

Von Mozart bis Michael Jackson

  • VonBarbara Czernek
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Gießen (bac). Eine laue Sommernacht, ein vollgepacktes Programm und viele gut gelaunte Zuschauer: Das waren die Zutaten für den rundum gelungenen Musikabend der Liebigschule auf dem Schiffenberg.

Es war das erste öffentliche Konzert der Schule seit mehr als einem Jahr und dies wurde vor allem durch die Flexibilität und durch das Entgegenkommen des Kulturamts der Stadt Gießen ermöglicht. Für ihre Mühen der Organisation im Hintergrund wurde Stephanie Jackson vom Kulturamt seitens der Schule durch Jens Velten, Fachbereichsleiter Musik der Schule und Organisator, ein Dank ausgesprochen.

Mit dem Konzert meldete sich der Musikbereich der Schule eindrucksvoll zurück in den städtischen Kulturbetrieb. Rund 60 Schüler und Schülerinnen der Klassen mit erweitertem Musikunterricht sowie Schüler und Schülerinnen der E-Phase und sieben Lehrkräfte hatten ein sehr kreatives Programm zusammengestellt, das von dem Publikum dankbar aufgenommen wurde. Statt eines großen Orchesters waren kleine Besetzungen gefragt: Solistische Einzeldarbietungen oder kleine Gruppen spielten kurzweilige Stücke, nicht nach Anfänger oder Können sortiert, sondern bunt gemischt: Ein Programm, das perfekt zur der ausgelassenen Stimmung des Publikums passte.

Dabei war die musikalische Bandbereite keineswegs auf Klassik beschränkt: von Mozart bis zu Popsongs wie »Man in the Mirror« von Michael Jackson war alles vertreten. Mit sehr viel Spielfreude und Ernsthaftigkeit trugen die Schüler ihre Darbietungen vor, die von dem Moderatorenduo Anna Valentin und Jannis Weber leichtfüßig kommentiert wurden.

Gute Solistinnen

Gerade für viele der jüngeren Teilnehmer der Klassen fünf, die am erweiterten Musikunterricht teilnehmen, war es das erste Mal, dass sie vor Publikum auftraten. Die Stücke waren mit Bedacht ausgewählt worden, sodass sie die jungen Spieler nicht überforderten und sie gute Ergebnisse ablieferten. Und die jungen Gesangssolistinnen Runa Niedecken, Diana Iancu und Anna Sidorenko empfahlen sich für eine Mitwirkung in der Bigband der Schule. Aber auch das Publikum war zweimal zum Mitmachen aufgefordert: Zu Beginn mit einem kleinen Kanon und im weiteren Verlauf wurden sie durch den Grundkurs Musik der E-Phase aufgefordert zu der Musik von »Footloose« zu tanzen.

Auf Live-Auftritte der beiden Orchester der Schule (Vororchester und Orchester) und der Bigband musste aufgrund der geltenden Hygienebestimmungen verzichtet werden: Sie konnten in den vergangenen Monaten aber auch nicht gemeinsam proben. Ein Trostpflaster gab es dennoch für die rund 250 Zuhörer: Auf das traditionelle Opening der LioBigband mit »Alexanders Ragtime Band« musste nicht verzichtete werden. Es wurde gespielt, allerdings nicht live, sondern als kleines Filmchen vorneweg. Die einzelnen Stimmen waren einzeln aufgenommen und die Musiker gefilmt worden. Anschließend wurde professionell zusammengemischt. Das Gleiche tat das Orchester mit dem Carmen-Marsch von Georges Bizet, auch ein Klassiker, der immer wieder von diesem Ensemble gespielt wird.

So konnten sich die beiden großen Musikprojekte ins Gedächtnis rufen. Auch hier galt: Alle hoffen, dass im kommenden Schuljahr das gemeinsame Spielen im großen Kreis möglich sein wird.

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