Volker Roelcke in Kommission zu Holcaust berufen

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Gießen (pm). Prof. Volker Roelcke vom Institut für Geschichte der Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist Mitglied der neu gegründeten »Lancet Commission on Medicine and the Holocaust: Historical Evidence, Implications for Today, Teaching for Tomorrow«. Dies hat die renommierte medizinische Fachzeitschrift »The Lancet« am gestrigen Mittwoch, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, bekannt gegeben.

Roelcke ist einer von drei Vorsitzenden der 20-köpfigen Kommission, neben Prof. Sabine Hildebrandt (Harvard Medical School, Boston, USA) und Prof. Shmuel Reis (Hebrew University, Jerusalem, Israel). In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit der Medizin im Nationalsozialismus und ihren Auswirkungen auf die Medizin und die Bioethik nach 1945.

Die neue Kommission hat die Aufgabe, innerhalb eines Zeitrahmens von etwa zwei Jahren einen umfassenden Bericht zum Kenntnisstand im Themenfeld »Medizin und der Holocaust« sowie zu den Implikationen für die Medizin und Medizinethik heute zu erarbeiten. Zudem formuliert sie Empfehlungen für die Verankerung des Themas in Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie den Angehörigen weiterer medizinischer Berufsgruppen und entwickelt Lehrformate, darunter Video-Lehrmaterial sowie Curricula. Die Kommissionsarbeit mündet in einen Abschlussbericht (»Report«), der als Sonderheft des Lancet publiziert wird.

Mit PD Dr. Michael Knipper ist noch ein weiterer Mitarbeiter des Instituts für Geschichte der Medizin in einer »Lancet«-Kommission tätig: Knipper ist Mitglied der »Lancet Commission on Migration and Health«, die im Dezember 2018 einen Bericht zu Migration und Gesundheit vorgelegt hat. FOTO: PM

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