Virtueller Rundgang durch das Palais Papius

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Gießen(pm). Studierende des Instituts für Kunstpädagogik der JLU haben in Kooperation mit den Städtischen Museen in Wetzlar drei digitale Museumsführungen entwickelt. Die digitalen Formate wurden im Rahmen eines fachwissenschaftlichen Seminars im Sommersemesters 2020 von den Studentinnen Mara Weinert, Franca M. Schmidt und Leonie Heupel für das Jerusalemhaus und die Sammlung Lemmers-Danforth hergestellt und dieser Tage von Mara Weinert und Dr. Anja Eichler, Leiterin der Städtischen Museen, vorgestellt. "Ursprünglich war im Rahmen meines Lehrauftrages am Institut für Kunstpädagogik ein gänzlich anderes Projekt geplant, was aber im Rahmen der Corona-Pandemie kurzfristig geändert werden musste. Umso mehr freut es mich, dass die drei Studentinnen extrem engagiert bei der Sache waren", so Anja Eichler.

Leonie Heupel entwickelte interaktive Grafiken einiger herausragender Schränke in der Sammlung Lemmers-Danforth, um Einblicke und Informationen zum Aufbau und Innenleben der Sammlungsstücke zu geben. Franca M. Schmidt hat die Geschichte des Carl-Wilhelm Jerusalem - des Urvorbilds der Romanfigur des Werthers - adaptiert und halb dokumentarisch und spielerisch verarbeitet, indem Szenen mittels Darstellern nachgestellt wurden. Mara Weinert entwickelte eine digitale Führung durch die Sammlung Lemmers-Danforth. In ihrem Videobeitrag über die Sammlung Lemmers-Danforth möchte die Studentin einen Einblick geben, was potenzielle Besucher erwartet, wenn sie das Palais Papius besichtigen, und Neugier wecken, sich die Möbelsammlung anzuschauen. Dabei wird nicht nur die ausgestellte Kunst, sondern auch die Sammlerin selbst in den Fokus des Beitrags gerückt, die als Kunstliebhaberin und erste Kinderärztin in Wetzlar eine eindrucksvolle Persönlichkeit darstellte. Neben allgemeinen Informationen zum Sammlungskonzept wird ein Gemälde des Dürer-Schülers Georg Pencz herausgegriffen und von Museumsleiterin Dr. Anja Eichler genauer beleuchtet. "Das herausragende Ergebnis des Projektes ist ein gelungenes Beispiel für flexibles Reagieren in Krisensituationen", merkte Kulturdezernent Jörg Kratkey an.

Die digitalen Beiträge findet man auf www.wetzlar.de unter der Rubrik "Museen und Sammlungen".

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