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Virtuell statt im Gewölbekeller

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Auch in diesem Schuljahr haben Schüler der Fachoberschule Gestaltung der Willy-Brandt-Schule wieder eine Ausstellung entwickelt. Aufgrund des Corona-Lockdowns können die Arbeiten aber nicht, wie in den letzten Jahren, im Unteren Hardthof gezeigt werden. Schüler Andreas Sahin hat deshalb eine virtuelle Ausstellung mit den Arbeiten entwickelt. Wer sie sehen will, gibt auf YouTube das Stichwort Traumwelten WBS ein.

Wie in den vergangenen Jahren wollten sich auch in diesem Jahr die Schüler der Fachoberschule Gestaltung der Willy-Brandt-Schule im Rahmen einer großen Ausstellung mit insgesamt 28 künstlerischen Arbeiten der Öffentlichkeit im Unteren Hardthof präsentieren. Corona hat es verhindert. Deshalb werden die künstlerischen Arbeiten nun im Rahmen einer virtuellen und interaktiven Ausstellung auf YouTube und auf der Homepage der Willy-Brandt-Schule gezeigt.

Im Laufe des Schuljahres beschäftigten sich die Schüler in einem fächerübergreifenden Projekt in den Fächern Politik, Kunstgeschichte und Gestaltung mit dem von ihnen selbst gewählten Thema "Traumwelten".

Auf der Studienfahrt nach Würzburg näherten sich die Schüler dem Thema an. Sie erhielten in Kleingruppen Abbildungen von Kunstwerken, die im weitesten Sinne das Thema Traumwelten darstellten, etwa die "Brennende Giraffe" von Salvador Dalí oder Magrittes "The Lovers". Zu diesen Bildern entwickelten sie kurze Performances, die sie am Abend ihren Mitschülern vorstellten. Des Weiteren erstellten die Schüler aus Papier "Traumarchitektur beziehungsweise Traumstädte".

Im Rahmen des Politikunterrichts bei Simone Löffler beschäftigten sich die Schüler mit Problemstellungen der Gesellschaft und Politik. Diese Themen wurden dann zum großen Teil in der Ausstellung verwertet.

Im Kunstgeschichteunterricht setzten sich die Schüler mit künstlerischen Positionen auseinander, welche sich weitestgehend mit dem Projektthema Traumwelten beschäftigten.

Von Zeichnung bis Installation

Während des gesamten Schuljahres waren sie damit beschäftigt, Ideen zu eigenen gestalterischen Arbeiten zu entwickeln und, unterstützt durch Wennemar Rustige und Simone Löffler, stimmige künstlerische Ausdrucks- und Darstellungsformen für ihr Thema zu finden. Hinsichtlich der Art der Umsetzung ihrer Ideen hatten sie völlige Freiheit. Entsprechend vielseitig sind auch die entstandenen Arbeiten, von Zeichnungen über Malerei bis hin zu Installationen.

Durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragen waren die Schüler sensibilisiert für allgemeingesellschaftlich relevante Problembereiche. Bedingt dadurch sind in der Ausstellung auch Arbeiten zu sehen, die kritisch Position zu aktuellen Themen beziehen.

Julia Bender zeigt Aquarelle, die eine traumhaft schöne Unterwasserwelt zeigen, welche aber erst auf den zweiten Blick erkennbar durch Plastikmüll gestört wird.

Soufien Salomon thematisiert das "Abdriften" in eine virtuelle Welt durch extensiven Handygebrauch. Ein "Smombie" (Smartphone-Zombie) versinkt dabei ganz in die virtuelle Welt, während die Welt um ihn herum "brennt".

Mahdi Danandeh, selbst Migrant aus Persien, thematisiert in seinem kurzen Video "Ich habe keine Stimme" seinen Traum, gehört zu werden. Andreas Sahin präsentiert ein Video, welches einen virtuellen Spaziergang durch eine Landschaft voller "Leckereien" zeigt. Katharina Siech ist mit einem Gemälde vertreten, welches einen surrealen Raum voller Spiegel zeigt.

"Raum für die Sinne" nur bildhaft

Larry Richter hatte einen "Raum für die Sinne" mit diversen Sinneserlebnissen in einem mit Schwarzlicht beleuchteten Raum geplant. Leider konnte dieser Raum aufgrund des Corona-Shutdowns nicht real umgesetzt werden. Seine Arbeit ist daher - wie andere geplante Installationen auch - nur bildhaft in der virtuellen Ausstellung vertreten.

Parallel entwickelten die Schüler auch Entwürfe für die Einladungskarte sowie das Plakat zur Ausstellung. Sie wurden dabei durch EDV-Lehrer Andreas Arcularius und Projektleiter Wennemar Rustige unterstützt. Letztendlich umgesetzt wurde der Vorschlag der Schülerin Juliane Franke.

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