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Vier meisterhafte Konzerte

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Der Verein Gießener Meisterkonzerte rät dringend, sich Abokarten für alle vier Konzerte der nächsten Saison zuzulegen. Denn aufgrund der corona- bedingt nur spärlich verfügbaren Einzelkarten ist klar im Vorteil, wer langfristig vorsorgt.

Das Klaviertrio Würzburg (l.) ist bereits zum dritten Mal bei den Meisterkonzerten zu Gast, das international renommierte Trio Jean Paul (r.) gibt sein Gießen-Debüt im März nächsten Jahres. FOTOS: PM

Und wieder ist es den Ehrenamtlichen des Vereins Gießener Meisterkonzerte gelungen, ein wahrhaft hochkarätiges Konzertprogramm zusammenstellen. »Corona sei Dank«, muss der Vorsitzende Dr. Dieter Lindheimer bei der Programmvorstellung gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Annegret Kausen und Beisitzerin Karin Lindheimer mit einem süßsauren Lächeln zugeben, denn ohne die Tatsache, dass die Terminpläne vieler Musiker noch immer nicht prall gefüllt sind, hätte der Verein wohl kaum ein so international hochgelobtes Ensemble wie das Trio Jean Paul für Gießen gewinnen können. Es gehört zu den profiliertesten Kammermusik-Ensembles der Gegenwart und begeistert sein Publikum seit über zwei Jahrzehnten auf den internationalen Konzertpodien - Australien, Japan, Neuseeland, Quebec, Los Angeles, Boston, New York, um nur eine Auswahl zu nennen. Der Kontakt sei über eine gemeinsame Freundin geknüpft worden, berichtet Lindheimer. In Gießen werden die drei Musiker - Eckart Heiligers am Klavier, Ulf Schneider an der Geige und Martin Löhr am Cello - am 18. März nächsten Jahres Klaviertrios von Franz Schubert, Wolfgang Rihm und Joseph Haydn spielen.

Dreimal Klaviertrio, einmal Gesang

Der Schwerpunkt der vierteiligen Meisterkonzertreihe liegt diesmal auf der Gattung des Klaviertrios. Sowohl das Trio Würzburg als auch das Trio Zilia standen bereits im vergangenen Winter auf dem Programm, durch das die Corona-Pandemie einen Strich zog. Nun können die Auftritte nachgeholt werden: Am Mittwoch, 3. November, wird das Trio Zilia - David Tobin (Viline), Stanislas Kim (Cello) und Marie Rosa (Klavier) - sein ursprünglich geplantes Programm leicht abgewandelt aufführen. Es erklingen das Notturno in Es-Dur von Franz Schubert und das Klaviertrio in c-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy, die ein zeitgenössisches Klaviertrio von Ulrich Kallmeser (Jahrgang 1963) einrahmen. Dieses Stück hat der Komponist eigens für das Klaviertrio Zilia geschrieben. Es erlebt in Gießen seine erste Aufführung in einem öffentlichen Konzert.

Im zweiten Winterkonzert der Saison am Mittwoch, 24. November, ist das Trio Würzburg zum bereits dritten Mal Gast der Winterkonzertreihe. Die Pianistin Karla-Maria Cording, die Geigerin Katharina Cording und der Cellist Peer-Christoph Pulc , die alle an der Universität bzw. Musikhochschule in Würzburg lehren, haben ein spezielles Programm für Gießen zusammengestellt. Es erklingen nicht nur das Trio d-Moll von Fanny Mendelssohn-Hensel, sondern auch zwei Werke aus der weitläufigen Familie von Conrad Röntgen: das Trio c-Moll seines Vetters Julius Röntgen (1855-1931) und das Trio Es-Dur von dessen Gattin, der schwedischen Geigerin Amanda Röntgen-Maier.

Etwas aus dem Rahmen fällt das Konzert am 24. Januar. Hier werden die Sopranistin Sonja Grevenbrock und die Pianistin Yona Sophia Jutzi unter dem Titel »Vanitas - Von der Vergänglichkeit« Lieder von Johannes Brahms, Gustav Mahler, Robert Schumann und Richard Strauss darbieten. Grevenbrock ist neben ihrem Engagement am Staatstheater Darmstadt freischaffend als Konzertsängerin und Lied- interpretin bekannt, Yona Sophia Jutzi hat für ihr Klavierspiel bereits zahlreiche Preise bekommen.

Neue Mitstreiter dringend gesucht

Der Verein Gießener Meisterkonzerte lebt vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder und den guten Kontakten, die im Laufe der Jahre entstanden sind. Die finanzielle Förderung seitens der Stadt ist hilfreich, der Verkauf der Abonnements und der trotz der coronabedingten Absagen aufrechterhaltenen Dauerkarten gut. Doch es werden dringend neue Helfer gesucht, um die anstehenden Aufgaben erledigen zu können. So muss bei den am 26. November anstehenden Vorstandswahlen mindestens ein Posten neu besetzt werden, nachdem die langjährige Schatzmeisterin Sigrun Neukirch in diesem Jahr verstorben ist.

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