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Fische sterben im Gießener Schwanenteich – Stadt äußert sich zu Hintergründen

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Von: Christoph Hoffmann

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Mit dem Abmähen der Algen vor kurzem soll das Fischsterben im Schwanenteich laut Stadt nichts zu tun haben. (Archivfoto) © Oliver Schepp

Am Ufer des Gießener Schwanenteichs lagen in den vergangenen Tagen viele große tote Fische. Mit dem Abmähen der Algen vor kurzem soll das aber nichts zu tun haben.

Gießen – Beim Spaziergang entlang des Schwanenteichs hat sich den Gießenern in den vergangenen Tagen ein trauriges Bild geboten: Am Ufer lagen viele tote Fische. Auch an der Oberfläche trieben Kadaver, laut Augenzeugen soll es sich dabei vor allem um große Hechte und Karpfen gehandelt haben. In der Redaktion meldeten sich daraufhin Leser und äußerten den Verdacht, dass die Tiere dem Rechenboot zum Opfer gefallen sind.

In den vergangenen zwei Wochen war Friedrich Schunke mit seiner für Gewässersanierung zuständigen Firma auf dem Schwanenteich unterwegs, um das Gewässer von Algen zu befreien. Mit seinem Rechenboot durchpflügte er das Wasser und befreite es von Schmieralgen und der kanadischer Wasserpest.

Tote Fische im Gießener Schwanenteich: „Liegt am Sauerstoffgehalt“

Die toten Fische sind aber keine Folge der Reinigungsaktion. Das betont Claudia Boje, die Pressesprecherin der Stadt. »Es liegt am Sauerstoffgehalt im Wasser.«

Die Hitze der vergangenen Wochen hat auch die Gießener Gewässer aufgeheizt - mit tödlichen Folgen für die Fische. Denn bei hohen Temperaturen kann Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen. Das Problem wurde noch verschärft, da der Wasserspiegel wegen des undichten Dammwegs gesenkt werden musste.

Das erklärt auch, warum am Schwanenteich vor allem große Fische verendet sind, sagt Pressesprecherin Boje: »Besonders größere Fische haben mit hohen Wassertemperaturen und gleichzeitig niedrigem Wasserstand sowie niedrigem Sauerstoffgehalt zu kämpfen. Kleinere (Jung-)Fische kommen damit besser klar.«

Fischsterben im Gießener Schwanenteich scheint gestoppt

Dass das Fischesterben mit dem Einsatz des Rechenboots zusammenfällt, ist demnach Zufall. Laut Boje lag der Sauerstoffgehalt im Brückenbereich am Freitagmorgen bei nur zwei Milligramm pro Liter. »Das ist für große Fische zu wenig«, sagt die Stadtsprecherin.

Die gute Nachricht: Zumindest vorerst scheint das Fischsterben gestoppt. Am Dienstag waren weder am Ufer noch an der Wasseroberfläche tote Tiere zu sehen. Die Messergebnisse untermauern diesen Eindruck. Am Montagmorgen lag der Sauerstoffgehalt im Schwanenteich und in der Wieseck zwischen sechs und sieben Milligramm, sagt Boje und fügt hinzu: »Dies ist für Fische ausreichend.(chh)

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