Viele finden "kleine Schätze"

Hunderte Menschen tummeln sich am Samstagmorgen vor den Hessenhallen. Familien, Paare, Einzelne: Alle warten auf den Einlass zum Verschenkmarkt, den der Landkreis Gießen und die Jugendwerkstatt jährlich veranstalten. "Verschenken statt Wegwerfen, Abfall vermeiden und anderen eine Freude machen" sei die Idee des Verschenkmarkts, erläutert Abfallwirtschaftsdezernent Hans-Peter Stock. Am Freitag konnten intakte, gut erhaltene und saubere Haushaltsgegenstände, Spielzeug und Gegenstände bis zur Größe eines Stuhls in der Messehalle 7 abgegeben werden. Am Samstag durfte sich jeder Besucher aus einer Auswahl von Dingen aus Küche, Werkstatt, aber auch kleine Möbel und Hausrat etwas Nützliches oder Originelles mitnehmen.

Von DWG

Hunderte Menschen tummeln sich am Samstagmorgen vor den Hessenhallen. Familien, Paare, Einzelne: Alle warten auf den Einlass zum Verschenkmarkt, den der Landkreis Gießen und die Jugendwerkstatt jährlich veranstalten. "Verschenken statt Wegwerfen, Abfall vermeiden und anderen eine Freude machen" sei die Idee des Verschenkmarkts, erläutert Abfallwirtschaftsdezernent Hans-Peter Stock. Am Freitag konnten intakte, gut erhaltene und saubere Haushaltsgegenstände, Spielzeug und Gegenstände bis zur Größe eines Stuhls in der Messehalle 7 abgegeben werden. Am Samstag durfte sich jeder Besucher aus einer Auswahl von Dingen aus Küche, Werkstatt, aber auch kleine Möbel und Hausrat etwas Nützliches oder Originelles mitnehmen.

"Durch das Wiederverwenden werden Ressourcen geschont", versichert Abfallberaterin Barbara Roth. Schon seit fast 20 Jahren besteht das Projekt. "Hier darf jeder was mitnehmen, egal was. Alle sind hier gleich gestellt", erklärt Heidemarie Diehl, Geschäftsführerin der Jugendwerkstatt. Gießen sei eine der wenigen Städte des Landkreises, die solch einen Verschenkmarkt anbieten. "Wir hoffen, dass sich immer mehr Kommunen anschließen", sagt Stock.

Portemonnaies, Stofftiere, Gesellschaftsspiele, Geschirr, liebevoll gestickte Bilder, Taschen oder Kinderwagen: Dinge, die die einen als "Müll" bezeichnen würden, betrachten andere als "kleine Schätze". Schon zehn Minuten nach Einlass schreitet ein Mann zufrieden aus der Halle. Unter seinem Arm hält er eine Golftasche, eine fast neue Gitarre und Inline-Skates. Auch Vanessa Wiesehöfer wurde fündig: Sie hält einen roten Lederkoffer, einen Blumentopf und eine Obstschale. Eigentlich kam sie mit der Erwartung, Deko wie Bilderrahmen zu finden. "Die Blumentöpfe sind auf jeden Fall nützlich, weil ich gerade pflanze", erzählt die 29-Jährige.

Neues Angebot im Gespräch

Kleidung, Elektroartikel und Bücher dürfen nicht verschenkt werden. Dennoch stößt man bei manchen Ständen vereinzelt darauf. "Ich finde es schade, dass es so wenige Bücher gibt", meint Alexandra Eckert. Zufrieden ist sie dennoch: So fand sie ein fast neues Patrick-Star-Stofftier aus der Zeichentrickserie "SpongeBob Schwammkopf". "Da wird sich mein vierjähriger Sohn sehr freuen", lächelt sie. Ein Familienvater hält einen verpackten Spielzeug-Lkw in der Hand.

"Bei manchen alten Spielsachen ist es fast schon zu schade, dass sie nicht ins Museum kommen", erzählt Malte Baaske, Mitarbeiter der Abfallwirtschaft. Taschen, Tassen und Vasen gibt es im Überfluss. So überlegen die Organisatoren, Verschenkmärkte für einzelne Segmente anzubieten.

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