franke2_060721_4c
+
Die sechs besten Abiturienten erreichen einen Notendurchschnitt von 1,0. FOTO. ZY

Viele Einsen vor dem Komma

Gießen (zy) 47 Abiturienten und sechs Fachabiturienten verabschiedete Schulleiter Horst Brombach am Freitag an der August-Hermann-Francke-Schule (AHFS). Freunde und Familie konnten stolz sein: Nicht nur liegt der Schuldurchschnitt bei einem Rekordwert von 2,08, und satte 21 Schüler haben eine Eins vor dem Komma. Sechs Schüler erreichten sogar den Traumwert von 1,0 in ihrem Zeugnis.

Johanna Laux, Philipp Lehnhardt, Elisabeth Neuhof, Lisa Mahn, Anton Grötsch und Salome Haupt zählten zu diesem Kreis der Besten. Die Teenager hätten während der Pandemie Großartiges geleistet, sagte Martin Geilfus, Klassenlehrer der 13a.

Corona-Krise gemeistert

Er hielt bei seiner Rede einen Stapel Spielkarten in Höhe des Mikrofons und erzeugte damit das Geräusch, das prägend für seine 13a geworden sein soll: Ein Mischgeräusch von Spielkarten, denn seine Schützlinge frönten sehr gerne dieser Leidenschaft, die zu seinem Ärgernis nicht viel mit Unterricht zu tun hatte. »Das Geräusch verfolgt mich im Traum manchmal«, klagte er zur Unterhaltung der Gäste an diesem Mittag. »Mischt mal leiser!«, soll er öfter zu den Kids gesagt haben. Als allzu schlimm empfindet er das aber doch nicht. Ein anderes Spiel war »Calvinball«, angelehnt an das Spiel der Comicfiguren »Calvin & Hobbes«. Die skurrilen Regeln dort verglich Geilfus mit den oft sehr kuriosen Regeln, die in der Corona-Krise insbesondere für Schüler immer wieder geändert wurden. Diese Regeln seien zwar im Kern eine ernste Sache gewesen, aber »Ihr habt das Spiel friedlich bis zum Ende gespielt, aber nie gegeneinander, sondern habt euch gegenseitig getragen und geholfen.«

Sein Kollege, der die 13b betreute, Michael Schneider, ging bei seinem Rückblick bis ins Jahr 2013 zurück. Acht Jahre lang betreute er seine Schützlinge bis zum Abitur. Nur wenige Schüler schlugen andere Wege ein. 14 der 16 Schüler aus der 13b waren schon am Anfang in der 5b dabei. Ein ordentliches Stück ihres jungen Lebens also. Da war Schneider besonders gerührt, als ihn seine Schüler mit einem selbst gemalten Tafelbild mit vielen Herzen überraschten. »Das Tafelbild hatte ich abfotografiert und bei Facebook hochgeladen. So viele Likes habe ich da noch nie für etwas bekommen«, bedankte sich Schneider.

Achim Hinder freute sich nicht nur bei seiner 13c über die Vielfalt des Jahrganges, sondern auch über ihr Engagement für die Schule.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare