Vermieter mit Verantwortung

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Gießen(pm). Im Zeichen von Corona versteht sich die Wohnbau Gießen GmbH als kommunales Wohnungsunternehmen mit Verantwortung, mehr denn je als Partner seiner Mieter. Vor dem Hintergrund der durch die Pandemie hervorgerufenen wirtschaftlichen Krise hat die Wohnbau zeitnah erste Maßnahmen ergriffen, um eventuellen Notlagen ihrer rund 7100 Wohnungs- und Gewerbemieter begegnen zu können.

Die Wohnbau bietet Mietern, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, im Rahmen der Mietschuldnerberatung individuelle Lösungen an. Dazu zählen Ratenzahlungen oder Stundungen bis hin zu anteiligem Mietverzicht in zuvor geprüften Ausnahmefällen.

Mieterhöhungen ausgesetzt

"Zudem werden wir in absehbarer Zeit keine Kündigungen und Räumungen durchführen und frieren aktuelle Verfahren ein", so Geschäftsführerin Dorothee Haberland. "Das erfordert eine enge und einvernehmliche Kooperation mit unseren Mietern wobei Lösungen in jedem Einzelfall entwickelt werden."

Trotz damit verbundener Erlösschmälerung setzt die Wohnbau auch Mieterhöhungen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete zunächst aus. Dies gilt auch für Erhöhungen, die im Zuge bereits vorgenommener oder laufender Modernisierungen ausgesprochen wurden. Ebenso verzichtet sie derzeit auf das Einholen der Zustimmungen für bereits ausgesprochene Mietererhöhungen.

"Wir unterstützen die Forderung des Deutschen Mieterbunds und des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), umgehend einen ›Sicher-Wohnen-Fonds‹ einzurichten, um generell den Fortbestand von Mietverhältnissen zu sichern", so Haberland.

Auskünfte per Telefon oder E-Mail

Zum Schutz der Mitarbeiter ist die Wohnbau-Geschäftsstelle bereits seit letzter Woche für Publikumsverkehr geschlossen. Mieter erhalten weiterhin Auskünfte per Telefon oder Mail. "Über Aushänge an der Geschäftsstelle, in den Häusern und auf der Webseite informieren wir alle über unsere Erreichbarkeiten", erläutert Haberland. Die Nachbarschaftsangebote der Gemeinwesenarbeit in den Quartieren werden über die Wohnbau-Homepage und in Gesprächen mit Mietern bekannt gegeben.

Eine Projektgruppe aus Geschäftsleitung und weiteren Verantwortlichen tagt regelmäßig. Sie legt, basierend auf aktuellen Erkenntnissen, Maßnahmen fest - unter anderem zum Gesundheitsschutz. Aber auch Pläne für den Notfall einer durch die Behörden angeordneten Quarantäne hat dieses Team bereits erarbeitet und intern verteilt. "Wir informieren unsere Mitarbeiter regelmäßig. Zudem bieten wir im Moment äußerst flexible Arbeitsmodelle an wie mobiles Arbeiten oder auch den Abbau von Überstunden, damit die Kinderbetreuung geregelt ist."

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