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Bus rammt Bahnschranke

Verkehrschaos nach Zwischenfall an Bahnübergang in Gießen

  • Burkhard Möller
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Am Bahnübergang Licher Straße in Gießen hat am Freitagmorgen ein Stadtbus eine sich senkende Bahnschranke gerammt. Rückstaus und waghalsige Fahrmanöver folgten.

Gießen - Für ein rund einstündiges Verkehrschaos sorgte am Freitagmorgen ein Zwischenfall am Bahnübergang Licher Straße. Ein Stadtbus der Linie 2, der stadteinwärts unterwegs war, hatte dort um kurz nach 10 Uhr einen Schrankenbaum gerammt und abgeknickt. Der Bus wurde an der Frontscheibe beschädigt. Von den Fahrgästen des Stadtbusses wurde bei dem Zusammenstoß augenscheinlich niemand verletzt, auch der 54-jährige Busfahrer kam mit dem Schrecken davon. Den Sachschaden gab die Polizei am Nachmittag mit 8000 Euro an.

Gießen: Bus rammt Bahnschranke - Chaos im Verkehr

Ob der Busfahrer das Warnlicht am Bahnübergang übersehen hatte oder es eine Funktionsstörung gab, ist bislang unklar. Eine Fußgängerin, die den Bahnübergang kurz zuvor gequert hatte, berichtete, dass das Rotlicht zu sehen und auch das akustische Warnsignal zu hören war.

Vom Hauptbahnhof her hatte sich eine Güterlok genähert, die offenbar Waggons mit Treibstoff aus dem Europaviertel abholen sollte. Die Schranken gingen runter, aber der Stadtbus fuhr einfach weiter und rammte die Schranke frontal. Zunächst blieb der Bus auf dem Bahnübergang stehen, steuerte dann aber die Haltestelle Friedensstraße an und blieb dort stehen.

Gießen: Autofahrer fahren einfach weiter

Die abgeknickte Schranke des geschlossenen Bahnübergangs lag auf der Straße, die rote Güterlok wartete auf der Südseite des Bahnübergangs. Etliche Autofahrer, die ungeduldig wurden, umkurvten die Schranken und setzten ihre Fahrt Richtung Innenstadt fort. Auch Fußgänger und Radfahrer schlüpften durch die Lücke. Erst als Streifen der Landes- und Bundespolizei eintrafen, wurde der Bahnübergang gesperrt. Um die langen Rückstaus aufzulösen und den Bahnverkehr weiterlaufen zu lassen, wurden die Schranken hochgefahren, wobei der beschädigte Baum endgültig abriss. Die Schrankenfunktion übernahmen anschließend Beamte der Bundespolizei.

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