Wort zum Sonntag

Vergesst die Freude nicht

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"Wie soll das bloß werden?", fragt sich mancher angesichts aktueller Entwicklungen. Der Brexit ist nun schon eine Woche alt, aber viele Fragen sind noch offen. Das Coronavirus scheint sich weltweit auszubreiten, auch hier reagieren viele Menschen panisch. In Australien brennt es noch immer, die Probleme mit dem Iran sind noch nicht gelöst und die internationale Politik scheint unberechenbarer geworden zu sein. Hinzukommen noch private oder gesundheitliche Probleme.

Der aktuelle Wochenspruch versucht, Halt zu geben: "Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit." (Daniel 9, 18). Wir werden daran erinnert, dass wir immer wieder mit allem, was uns belastet, zu Gott kommen können. Gerade in Zeiten von Sorgen und Ängsten können wir im Gebet alles, was uns belastet, Gott anvertrauen. Die Probleme werden zwar nicht verschwinden, doch kann es uns leichter werden, weil wir spüren, dass Gott da ist und uns begleitet.

Zugleich lädt uns dieser Vers ein, auf Gottes Barmherzigkeit zu vertrauen. So, wie Gott sich in Jesus Christus immer wieder den Menschen in Not zugewandt hat und sie seine Liebe spüren ließ, so wendet er sich voller Liebe auch jedem von uns zu. Gott will uns diese Liebe spüren lassen und uns mit Freude erfüllen - Freude am Leben, Freude an den Menschen, die wir lieben, und Freude an allem, was wir tun.

Es ist gut, wenn wir uns des Lebens freuen können, ob bei Konzerten, beim Sport oder auch in der Faschingszeit. All diese Lebensfreude gehört zum Leben dazu. Es ist gut, wenn wir das nicht vergessen. So kann in uns immer wieder neue Kraft und neuer Lebensmut wachsen - und auch die Hoffnung, dass mit Gottes Hilfe Lösungen für Probleme gefunden werden können.

Matthias W. Bubel

ev. Gemeinden

Holzheim/Dorf-Güll

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