Vereinigte Professoren bei Uni-Senatswahlen vorn

Gießen (si). Die Hochschullehrerliste Vereinigte Professoren wird stärkste Gruppe im neuen Senat der Justus-Liebig-Universität, dem wichtigsten zentralen Selbstverwaltungsgremium.

Bei den am Dienstag beendeten Wahlen erhielte die Gruppe unverändert vier Sitze. Gleichzeitig verlor die bisher gleich starke Neue Universität ein Mandat.

Dritte Kraft bei den Professoren, für die allein neun der 17 Plätze reserviert sind, ist die Lebendige Universität, die erstmals antrat. Sie errang zwei Sitze.

Bei den Studierenden blieb alles beim Alten. Die Listen Uni Grün, Für Solidarität und freie Bildung sowie die Jusos – allesamt im links-grünen Spektrum zu Hause – errangen je einen Sitz. StudentenUnion und Projekt Zukunft gingen einmal mehr leer aus.

Die drei Sitze bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern teilen sich wie zuvor Innovative Mitte, Pragmatische Mitte und Demokratische Universität. Die Liste Wiwi-Mitte kam bei ihrer Premiere nicht zum Zuge.

Bei den technisch-administrativen Mitarbeitern teilen sich Unabhängige Liste und ver.di wie schon seit vielen Jahren die zwei zur Verfügung stehenden Sitze. Auch hier reichte er für eine neue Gruppe, Admin Tech, nicht zum Einzug in den Senat.

Sehr unterschiedlich war die Wahlbeteiligung. Am höchsten lag sie erneut bei den Professoren, von denen gingen (wie schon bei der letzten Abstimmung vor zwei Jahren) unverändert 75 Prozent zur Abstimmung. Bei den technisch-administrativen und den wissenschaftlichen Mitarbeitern waren es 23 bzw. 22 Prozent (fast unverändert). Von den Studierenden gingen nur noch 14,9 Prozent wählen, noch einmal vier Prozentpunkte weniger als zuletzt.

Laut Hochschulgesetz berät der Senat in grundsätzliche Angelegenheiten von Forschung, Lehre und Studium. Außerdem soll er die Geschäftsführung des Universitätspräsidiums überwachen. Der Senat wählt auch die Mitglieder der Hochschulleitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare