Tarifverhandlung am UKGM

Verdi sieht »erste positive Signale«

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Gießen (pm).»Keine Einigung, aber erste positive Signale«, sagt Fabian Dzewas-Rehm, Fachsekretär Gesundheit der Gewerkschaft Verdi in Mittelhessen, über den Verhandlungsauftakt am Universitätsklinikum Gießen-Marbrug (UKGM). »Die bisherige Verweigerungshaltung in den Tarifverhandlungen scheint gebrochen. Der Arbeitgeber hat erstmals wieder verhandelt, wenn auch noch kein schriftliches Angebot vorliegt.

Teile des Angebots müssen strukturelle Verbesserungen sein.«

Verdi fordert ein Lohnplus von 5 Prozent, mindestens aber 175 Euro. Zudem stehen Fragen der Ausbildungsqualität, einer Anerkennung für langjährige Beschäftigte sowie eines kostenlosen Hessentickets analog der Landesbeschäftigten an den Kliniken im Fokus. Die Verhandlungen finden vor dem Hintergrund des laufenden Konflikts um eine verbesserte Eingruppierung statt. Streiks seien laut Verdi deshalb keineswegs vom Tisch.

Fortgesetzt werden die Verhandlungen am 3. März. Zuvor wird die Tarifkommission der Gewerkschaft eine Bewertung vornehmen. »Was uns aber fehlt ist eine Aussage zur Zukunftsperspektive. Wir brauchen eine verbindliche Arbeitsplatzsicherheit«, sagt Dzewas-Rehm. »Die Wissenschaftsminister haben erst kürzlich zusätzliche finanzielle Verbesserungen für die Uniklinika gefordert. Zusätzliches Geld an den privaten Konzern darf es nur gegen klare Garantien für die Beschäftigten geben.« Verdi sieht ausdrücklich das Land Hessen in der Verantwortung, hier Klarheit zu schaffen.

Die Tarifverhandlungen betreffen die ca. 7800 nicht ärztlichen Beschäftigten beider Standorte. Die verbliebenen Landesbeschäftigten sowie die Ärzte werden von Tarifverträgen des Land Hessens erfasst.

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