Uniklinikum

Verdi: Land darf sich nicht länger "wegducken"

  • schließen

Gießen(pm). Im Zusammenhang mit der Debatte um die Personalsituation am privatisieerten Universitätsklinikum Gießen und Marburg bringt die Gewerkschaft Verdi einen Rückkauf durch das Land Hessen ins Gespräch. Nachgelegt werden müsse aber in jeden Fall bei den Gehältern für die rund 7000 nicht-wissenschaftlichen Beschäftigten. Die Tarifverhandlungen laufen derzeit. "Für die Beschäftigten im Pflegebereich gibt es bereits Fortschritte, in den anderen Berufsfeldern wird auch im nächsten Jahr weiterverhandelt. Verdi fordert, für die Beschäftigten des UKGM gleiche Entgelte wie in öffentlichen Kliniken zu zahlen", heißt es in einer Erklärung der Gewerkschaft.

Konsequenz der Privatisierung

"Der Pflegenotstand am UKGM ist die Konsequenz der Privatisierung. Wenn ein komplettes Universitätsklinikum ohne jegliche öffentlichen Investitionsmittel, wie sie alle anderen Universitätsklinika erhalten, betrieben wird und zusätzlich noch Gewinne für Aktionäre erwirtschaften soll, sind Einsparungen beim Personal die logische Folge", sagt Verdi-Sekretär Fabian Dzewas-Rehm. Der Zweck eines Uniklinikums sei es, kranken Menschen zu helfen und Forschung und Lehre zu betreiben. Hinzu komme die Bedeutung des UKGM als Ausbildungsbetrieb in der Pflege und in den Gesundheitsberufen.

Das Land Hessen müsse sich positionieren und das jahrelange Wegducken beenden. Wenn das Land nicht bereit sei, das Universitätsklinikum wieder in die öffentliche Trägerschaft zurück zu überführen, dann müsse es zumindest seiner Verantwortung für die Beschäftigten und Patienten wahrnehmen. Das heißt, auch öffentliche Investitionsmittel für das UKGM zu zahlen - im Gegenzug zu Mindestpersonalbesetzungen in allen Arbeitsbereichen und Tarifentgelten in Höhe des für öffentliche Kliniken geltenden Tarifvertrages.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare