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Verdi kritisiert Übernahmepläne

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Gießen(khn). Asklepios hat sich schon vor Beginn des Übernahmeangebots die Mehrheit am Konkurrenten Rhön-Klinikum gesichert (siehe Seite 9). An der geplanten Übernahme gibt es jedoch Kritik: Nachdem bereits der Betriebsrat des Uniklinikums Gießen vor dem Schritt gewarnt hat, meldet sich nun auch Verdi zu Wort. Die Gewerkschaft spricht von "Risiken für Patienten und Beschäftigte des Universitätsklinikums Gießen Marburg UKGM". Der zuständige Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas-Rehm sagt, durch die Privatisierung des Uniklinikums 2006 sei die Einrichtung "zur Handelsware und zum Spekulationsobjekt geworden".

Wie Stefan Röhrhoff, Tarifkoordinator Gesundheit bei Verdi, sagt, zeige sich Asklepios "in Hessen bislang als rein renditeorientierter Konzern"; Tarifverträge und Betriebsräte seien dem Konzern ein Dorn im Auge. Im UKGM gelten seit Übernahme für die meisten Beschäftigten Tarifverträge. Röhrhoff fordert von der Landesregierung, gegenüber den Klinikbetreibern als Garant für die Sicherung von Arbeitnehmerrechten in den Kliniken aufzutreten.

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