Wort zum Sonntag

Veränderung

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Das Jahr ist noch jung. Die Vorsätze, was dieses Jahr anders laufen soll, sind noch frisch oder vielleicht bereits in Vergessenheit geraten.

Aber was ist es, das uns immer wieder daran hindert, umzusetzen, was wir uns von Herzen wünschen? Die Notwendigkeit der Veränderung kennen auch wir als Kirche. Viele Ideen, Wünsche und manche Kritik werden geäußert, doch treffen Gedanken auf Realität, wirkt das Bekannte gleich gar nicht mehr so schlimm im Vergleich zum Neuen: Das, was mich aus meiner Komfortzone bringt, das, was ich nicht in der Hand habe oder das, was Lernen bedeutet. Und doch ist es immer wieder der entscheidende Moment eines Menschen, einer Gemeinschaft, vielleicht auch einer Kirche, über sich hinauszuwachsen. Was braucht es dazu?

Im Coaching würde man vielleicht nach smarten Zielen schauen oder sich in den Moment hineinfühlen, wenn der neue Zustand erreicht ist. In der Psychologie könnte der Blick auf die eigenen Ressourcen gelegt und Hindernisse wie Glaubenssätze aus dem Weg geräumt werden.

Im Glauben wird von Gottesvertrauen gesprochen. Von der jüngeren Generation habe ich die Idee des Mindsets gelernt. Im Deutschen würden wir wohl von Haltungen reden. Was ich an Weltvorstellungen, Aussagen zu Politik, Gesellschaft und Religion konsumiere, prägt mein Denken und damit mich. Es sind die Haltungen, die den Alltag bereits verändern können und somit zu einem Wandel im Leben führen. Mit meiner Kirche und in meiner Arbeit möchte ich mit folgenden Haltungen wachsen: Ich bin okay, du bist okay. Ich will respektvoll meinem Gegenüber sein. Ich vertraue auf das Wirken Gottes in dieser Welt. Es liegt nicht alles in meiner Hand. Wundersame Dinge können geschehen.

Alexandra Haustein, Kath. Dekanat Gießen

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