+

Schmierereien und Müll

Vandalen wüten am Adamswäldchen bei Kleinlinden

  • vonKlaus-Dieter Jung
    schließen

Unbekannte haben eine Sitzbank oberhalb des Hellbergs in Kleinlinden mit Hakenkreuzen beschmiert und dort zudem viel Müll hinterlassen.

Gießen-Kleinlinden(rc). Offenbar haben nun auch Leute den schönen Platz oberhalb vom Hellberg am "Adamswäldchen" zwischen Kleinlinden und Allendorf entdeckt, die nicht gekommen sind, um den tollen Blick zu genießen. Stattdessen treffen sich diese Personen, um Müll und Dreck zu hinterlassen und fremdes Eigentum zu beschädigen oder gar zu zerstören. Vor einigen Wochen stellten aktive Helfer des Vereins "Bürger*innen der südlichen Vororte Gießen" (BSV), scherzhaft auch "Bäumchensetzverein" genannt, eine Bank rund um die 750-Jahr-Linde auf. Der BSV Gießen betreibt und pflegt das neu entstehende Erinnerungswäldchen zwischen Kleinlinden und Allendorf.

Dort, wo Spaziergänger und Radfahrer rasten und die schöne Landschaft oder den Blick genießen können, haben nun Vandalen gewütet. Glasscherben, Tüten, Plastikbecher und Unrat sind Überbleibsel nächtlicher Treffen an der Bank. Jetzt haben Unbekannte die Sitzfläche sogar dazu missbraucht, um sich mit Schmierereien auszutoben. Auch Hakenkreuze haben die Täter auf der bislang gut gepflegten Bank hinterlassen. Deshalb ist der BSV jetzt auf der Suche nach den "Narrenhänden", die in diesem Fall nicht "Tisch und Wände", sondern das neue Sitzmöbel verunziert haben. Die Vorsitzende des Bürgervereins, Christiane Janetzky-Klein, ruft auf der Facebook-Seite des BSV dazu auf, die Verursacher sollen die illegale und ungewünschte Verzierung entfernen. "Wenn ihr einen Arsch in der Hose habt, meldet euch bei mir", fordert sie die vermutlich in der Nacht handelnden Täter auf. Und sie will damit erreichen, die "Kunst" auf den Brettern ohne Beschädigung zu beseitigen. Gerne nimmt sie auch Mitteilungen, wer für das "Kunstwerk" verantwortlich ist, entgegen.

Reaktionen auf den ärgerlichen Vorfall gab es auf Facebook zwar, doch zwei Frauen aus Allendorf drückten nur das Bedauern über die unverschämte Tat aus. Konkrete Hinweise sind noch nicht eingegangen.

Auch Wasserfass sinnlos geleert

Janetzky-Klein berichtet von einem weiteren Vorfall: Unbekannte haben das große Wasserfass auf dem Vereinsgelände leerlaufen lassen. Wasser, das die Mitglieder brauchen, um die Linde zu wässern, was in diesen trockenen Tage unbedingt notwendig ist. Die Vorsitzende fährt täglich zum Gelände, um sich vom allgemeinen Zustand ein Bild zu machen. Ein mulmiges Gefühl begleitet sie immer dabei. Alle Vereinsmitglieder hoffen, dass weitere Verschandelungen unterbleiben. "Wir halten weiter die Augen offen - bitte unterstützt uns und tut das auch, damit wir noch lange von dort den Blick über Gießen genießen können", richtet sich der Verein an die Öffentlichkeit. Wer etwas beobachtet hat und Hinweise geben kann oder sich am Wiederherstellen des alten Zustands der Bank beteiligen möchte, meldet sich unter 01 71/2 12 38 33 bei Christiane Janetzky-Klein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare