Dem Urknall auf der Spur

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Gießen(pm). Die Arbeitsgruppe rund um Professor Michael Düren vom Physikalischen Ins-titut der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) darf sich über 250 000 Euro von der EU-Kommission im Rahmen des CREMLINplus-Projekts (Connecting Russian and European Measures for Large-scale Research Infrastructures - plus) freuen. Damit soll die bestehende Kooperation mit dem russischen Budker-Institut für Kernphysik in Nowosibirsk ausgebaut werden. Vorgesehen ist der Bau einer neuen Forschungsanlage in Sibirien unter Zuhilfenahme der Gießener Expertise im Bereich der Identifikation subatomarer Teilchen, sogenannter Charm-Quarks und Tau-Leptonen. Diese sollen am neuen Standort in bisher nicht da gewesener Anzahl produziert werden, wodurch sich die beteiligten Wissenschaftler ein tieferes Verständnis zu grundlegenden Kräften und Symmetrien des Universums erhoffen. Im Fokus steht auch die Frage, warum beim Urknall mehr Materie als Antimaterie in der Welt entstanden ist. Dazu müssen die Forschergruppen neuartige Detektoren zur Teilchenidentifizierung entwickeln.

35 Partner

Das CREMLINplus-Konsortium vereint 35 Partner, zehn davon aus Russland und 25 aus der EU sowie assoziierten Ländern. Ausgestattet ist es mit einem Budget von 25 Millionen Euro über eine Laufzeit von vier Jahren.

"Ein politisches Hauptziel des internationalen Großprojekts ist es, dass die russischen Großforschungsinfrastrukturen ein transparentes Forschungsmanagement bekommen", erläutert Düren. Dabei gehe es unter anderem auch um offenen Zugang zu den Forschungsergebnissen und -daten.

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