Auf dem Land werden auch Hygieneartikel verteilt. FOTO: PM
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Auf dem Land werden auch Hygieneartikel verteilt. FOTO: PM

Unterstützung in Corona-Zeiten

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Gießen(pm). Bereits im April war abzusehen, dass die Situation in Nicaragua bei der Ausbreitung des Coronavirus kritisch werden kann. So nahm der "Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Gießen mit San Juan" Kontakt mit Vertretern der Stadt und Mitarbeitern von Nichtregierungsorganisationen auf, um Hilfsmaßnahmen zu koordinieren.

Nicaragua gehört zu den Ländern, die trotz akuter Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus im Stadion die Fußball-Saison durchspielen. Es wird geboxt und Baseball gespielt als sei die Welt in Ordnung. Bars und Restaurants sind geöffnet, der Schulunterricht wird durchgeführt. Aus diesem Grund findet der durch die Städtepartnerschaft geförderte, weiterführende Wochenendunterricht ebenfalls statt. "Der Verein hatte geraten, zu verzichten, aber der Druck den Anschluss zu verlieren war wohl zu stark", heißt es in einer Mitteilung. Da entstand die Idee Hilfe zur Vorbeugung gegen die Ausbreitung von Covid-19 zu organisieren. Gemeinsam mit zwei Nichtregierungsorganisation wurden Informationsmaterial und Hygieneartikel gekauft. Zunächst wurden an den Schulen in den Siedlungen La Tortuga und Bernardino Diaz Ochoa Lehrer und Schüler sensibilisiert und Schutzmasken, Desinfektionsmittel sowie Seife ausgegeben. Alle Beteiligten sollen das Gelernte und die Materialien in ihren Familien verteilen.

In weiteren ländlichen Siedlungen wurden Schutzausrüstung und Verhaltensinformationen an Einwohner überreicht. Hier konnte der Verein 359 Familien mit rund 1780 Personen unterstützen. Weiter wurden an bedürftige Familien Lebensmittel ausgegeben, da bei vielen, auch durch fehlenden Tourismus, alles Einkommen weggebrochen ist.

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