Bei GAiN geht die Arbeit auch trotz Corona-Krise weiter - und ist gerade jetzt besonders wichtig. FOTO: PM
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Bei GAiN geht die Arbeit auch trotz Corona-Krise weiter - und ist gerade jetzt besonders wichtig. FOTO: PM

"Unsere Hilfe ist jetzt noch dringender nötig"

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Gießen(pm). "Mitten in der Krise braucht es unsere Hilfe jetzt noch mehr als sonst. Die Not in unseren Projektländern multipliziert sich zum Teil geradezu explosionsartig." GAiN-Leiter Klaus Dewald denkt etwa an Lettland, wo alle kleineren Läden geschlossen haben und nur die Märkte in den großen Zentren noch offen sind. Dort kommt die Landbevölkerung nicht hin.

Global Aid Network (GAiN) gGmbH leistet auch in Zeiten von Corona weiterhin humanitäre Hilfe. Für viele Mitarbeiter ist Homeoffice angesagt, es gilt, von zu Hause aus Kontakt zu den Partnern in aller Welt zu halten und schnell auf die Bedürfnisse zu reagieren. Für die Mitarbeiter in der Logistik hat sich die Arbeitsweise verändert. Es ist weitaus schwieriger, einen Hilfstransport mit dem nötigen Sicherheitsabstand zu laden, als nah beieinander Güter anzupacken und zu wuchten. Trotzdem wird weiter Hilfe auf den Weg gebracht. Alle Transporte werden wie geplant von Gießen aus auf die Straßen geschickt. Über die Hilfstransporte in die Partnerländer des Werkes hinaus, agiert GAiN jetzt auch regional und ist in der Lage, unkompliziert zu helfen.

Einer der lettischen Lkw-Fahrer hat es auf sich genommen, einen Transport zu übernehmen, um sich dann in Lettland zwei Wochen in die erforderliche Quarantäne zu begeben. Lettische Freunde haben derweil dafür gesorgt, dass die Hilfsgüter ausgeladen und verteilt wurden. In Armenien werden Hilfsgüter bei bedürftigen Familien vor die Tür gestellt.

Hermine Hakhobyan freut sich über diese kontaktlose Hilfe: "Ich hatte nichts mehr zu essen für meine Mutter, meine Kinder und mich. Dann habt ihr uns Lebensmittel vor die Tür gestellt. Ihr seid wahre Engel! Dank eurer Hilfe geht es uns gut. Danke!"

Inzwischen sind die ersten Firmenspender auf GAiN zugegangen, um unbürokratisch Sachspenden auch für Menschen in Deutschland und besonders betroffenen Ländern Europas zu ermöglichen. Erstmals in seiner fast 30-jährigen Geschichte kann GAiN so auch bei Härtefällen in Deutschland und Westeuropa unterstützen. So haben GAiN-Mitarbeiter bereits Atemschutzmasken an 15 regionale Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen verteilt. GAiN ist dringend weiterhin auf Spenden angewiesen, um gerade jetzt dort zu helfen, wo die Versorgungssituation prekär ist. "Corona macht uns deutlich, dass wir ein Unternehmen für die Krise sind. Darum arbeiten wir jetzt anders als bisher, treiben aber unser Ziel, so vielen Menschen wie möglich zu helfen, gerade jetzt weiter voran. Jetzt ist die Not groß, jetzt ist unsere ganze Kraft gefordert", sagt Dewald. Ehrenamtliche Mitarbeiter, die normalerweise einen unverzichtbaren Teil der Arbeit von GAiN leisten, können derzeit aus Sicherheitsgründen nicht eingesetzt werden. "Wir freuen uns, auch sie bald wieder begrüßen zu können."

Klaus Dewald, Leiter von GAiN, und Harald Weiß, Leiter der Kommunikation und Projektleiter Armenien, stehen für weitere Fragen telefonisch gerne zur Verfügung: Tel. 01 70/66 50 918.

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