Die JLU steckt nach dem Hackerangriff in der nächsten Ausnahmesituation. FOTO: SCHEPP
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Die JLU steckt nach dem Hackerangriff in der nächsten Ausnahmesituation. FOTO: SCHEPP

Universität im Basisbetrieb

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Gießen(pm). Als eine der größten Einrichtungen in der Stadt und der Region kommt es bei der Unterbrechung der Infektionskette des Coronavirus zentral auch auf die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) an. Das sagt Vizekanzlerin Susanne Kraus in einem Rundschreiben an die Mitglieder der Universität. Oberstes Ziel sei auch an der JLU, die Ansteckungswelle zu verlangsamen.

Eine Maßnahme dessen ist, dass die gesamte Universität ab sofort in einen Basisbetrieb schaltet. Studierende werden gebeten, die Campusbereiche ab sofort bis einschließlich 19. April nur noch zu betreten, wenn es zwingend notwendig ist.

Lehre:Lehrveranstaltungen finden bis zum voraussichtlichen Beginn der Vorlesungszeit des Sommersemesters (20. April) an der JLU grundsätzlich nicht mehr statt. Dazu zählen alle Lehrveranstaltungen einschließlich Blockseminare und Praktika und auch die Einführungswochen der JLU. Auch Präsenzsprechstunden finden bis einschließlich 19. April nicht mehr statt.

Prüfungen:Alle für die vorlesungsfreie Zeit vorgesehenen Prüfungen, die im Verantwortungsbereich der JLU liegen, werden aufgrund der Risikoabschätzung, die sich an den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts orientiert, in den Zeitraum ab 20. April verlegt. Sollten aus dieser Regelung unzumutbare Härten für einzelne Studierende entstehen, werden diese gebeten, sich ab Dienstag, 17. März (12 Uhr), an die E-Mail-Adresse corona-lehre@uni-giessen.de zu wenden. Zur Organisation und Durchführung der verschobenen Prüfungen erfolgen zu gegebener Zeit weitere Hinweise. Gleiches gilt für Informationen zu einer etwaigen Verlängerung der Vorlesungszeit des Sommersemesters.

Bibliotheken: Das digitale Angebot der Universitätsbibliothek steht vollständig zur Verfügung. Die Universitätsbibliothek und die Zweigbibliotheken bleiben ab sofort bis einschließlich 19. April für den Publikumsverkehr geschlossen. Mahngebühren werden bis auf Weiteres ausgesetzt.

Forschung:Auch für den Bereich der Forschung gilt der Grundsatz der Aufrechterhaltung eines Basisbetriebs. Die JLU ermuntert die Wissenschaftler dazu - unter den zur Verfügung stehenden technischen Bedingungen -, im Homeoffice zu arbeiten. Über die Wiederverfügbarkeit eines VPN-Tunnels wird in den nächsten Tagen informiert. Die JLU weist zudem daraufhin, dass im gesamten Sommersemester 2020 (bis 30. September) keine Präsenzkonferenzen und Tagungen stattfinden sollen.

Verwaltung:Im Basisbetrieb werden die zwingend erforderlichen Verwaltungsprozesse aufrechterhalten, mit Verzögerungen sei aber zu rechnen. Jeglicher Publikumsverkehr in den JLU-Gebäuden, darunter Hauptgebäude, Erwin-Stein-Gebäude, Universitätsbibliothek und Hochschulrechenzentrum, ist nicht gestattet.

Veranstaltungen:Alle Veranstaltungen der JLU sind aufgrund der aktuellen Entwicklungen bis 19. April abgesagt. In dieser Zeit dürfen in Räumlichkeiten der JLU keine Veranstaltungen stattfinden.

Dienstreisen:Dienstreisen der Beschäftigten sollen grundsätzlich bis auf Weiteres unterbleiben. Wir empfehlen Studierenden, die aktuell ein Auslandssemester planen, diese Pläne bis auf Weiteres auszusetzen.

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