1. Gießener Allgemeine
  2. Gießen

Uniklinikum Gießen: Geldsegen beschlossen - UKGM gibt Garantien

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marc Schäfer

Kommentare

Das Land Hessen ist unter gewissen Bedingungen bereit, eine Menge Geld am UKGM zu investieren.
Das Land Hessen ist unter gewissen Bedingungen bereit, eine Menge Geld am UKGM zu investieren. © Oliver Schepp/Archiv

Rund eine halbe Milliarde Euro will das Land Hessen in das Uniklinikum Gießen-Marburg investieren. Dafür gibt das Haus Versprechungen ab. 

Gießen - Das Land Hessen hat sich mit dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) und dessen Eigentümer, der Rhön-Klinikum AG, auf die Ausgestaltung der weiteren Zusammenarbeit geeinigt. Das gaben die Verantwortlichen am Dienstag in einer Pressekonferenz im Hauptgebäude der Justus-Liebig-Universität in Gießen bekannt.

Bis zu einer halbe Milliarde Euro für Uniklinikum Gießen-Marburg

Demnach werde sich das Land in den kommenden zehn Jahren mit insgesamt bis zu einer halben Milliarde Euro Investitionsmitteln an der weiteren Entwicklung der beiden Klinikstandorte in Gießen und Marburg beteiligen. Im Gegenzug – heißt es in einer Mitteilung – wird das UKGM für die Laufzeit des Vertrages eine „optimale Gesundheitsversorgung, die Qualität von Forschung und Lehre sowie den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und die Ausgliederung von Betriebsteilen garantieren“. Laut Ministerpräsident Volker Bouffier ergänze das Land damit die von Rhön geplanten Investitionen.
Das Land und Rhön werden eine verbindliche Liste der zukünftig zu finanzierenden Projekte und der Investitionen des Konzerns in Baumaßnahmen medizinische Geräte vereinbaren. Die Vereinbarung kann frühestens nach fünf Jahren gekündigt werden.

Die Übereinkunft enthält zudem eine erneute Change-of-control-Klausel, die dem Land für den Fall eines Wechsels in der Eigentümerstruktur die Möglichkeit gibt, das UKGM zurück in Landeseigentum zu überführen. Im Jahr 2006 war das Uni-Klinikum als erstes und bislang einziges seiner Art in Deutschland privatisiert worden. Die Gewerkschaft Verdi und andere betrachten diese damalige Entscheidung nicht zuletzt durch das nun nötig werden der Investitionen durch das Land als gescheitert. (mac)

Auch interessant

Kommentare