Die Eingruppierung und Vergütung von Mitarbeitern an der Uniklinik ist angepasst worden. 
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Die Eingruppierung und Vergütung von Mitarbeitern an der Uniklinik ist angepasst worden. 

Endlich Einigung

Uniklinik Gießen: Gute Nachricht für Tausende Mitarbeiter

  • Kays Al-Khanak
    vonKays Al-Khanak
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Rund 8000 Mitarbeiter an der Uniklinik Gießen/Marburg dürfen mit mehr Geld rechnen. Ein Jahr lang hatten Geschäftsführung und Verdi über die Modernisierung des Eingruppierungs-Tarifvertrages am UKGM verhandelt.

Gießen - Einigung in den Tarifverhandlungen: Die Geschäftsführung des Uniklinikums Gießen/Marburg (UKGM) und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich jetzt auf einen Abschluss zur Eingruppierung und zur Vergütung für das Jahr 2020 geeinigt. Unter anderem gibt es für alle UKGM-Mitarbeiter, die keine Ärzte sind, mehr Geld. "So haben wir gemeinsam mit unserem Tarifpartner weitere Anreize geschaffen, um neue Mitarbeiter gewinnen zu können und um unsere Beschäftigten noch stärker an unsere Kliniken zu binden", sagte Dr. Gunther Weiß, Vorsitzender der Geschäftsführung des UKGM.

Von der Einigung betroffen sind rund 8000 Mitarbeiter des Uniklinikums. Ein Jahr lang hatten Geschäftsführung und Verdi über die Modernisierung des Eingruppierungs-Tarifvertrages am UKGM verhandelt.

Uniklinik Gießen: Monatlich 60 Euro mehr

Im Zuge dieser Verhandlungen hätten sich UKGM und Verdi auf Gehaltserhöhungen geeinigt: Ab dem 1. Januar steigen die monatlichen Vergütungen aller nicht-ärztlichen Angestellten um 60 Euro; diese Regelung gilt im UKGM und in der UKGM Service GmbH. Auszubildende und Schüler erhalten 30 Euro pro Monat mehr. Der zuständige Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas-Rehm sagte: "Zum zweiten Mal nach 2019 haben wir eine soziale Komponente im Lohnabschluss. Für Kollegen der unteren Lohngruppen bedeutet dies ein Plus von fast 10 Prozent in zwei Jahren." In einer Presseerklärung verwies Dzewas-Rehm darauf, dass die Löhne seit Januar 2019 um nunmehr mindestens 170 Euro gestiegen seien.

Für alle Pflegekräfte, die unmittelbar in der Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen tätig sind, gibt es eine zusätzliche Pflegezulage von 60 Euro pro Monat.

Uniklinik Gießen: Weitere Gespräche

Außerdem einigten sich die Tarifparteien auch auf neue Zulagenregelungen unterschiedlicher Beschäftigungsgruppen. Mehr Zulagen erhalten zum Beispiel fachweitergebildete Pflegekräfte. Einsatzzulagen gibt es für Mitarbeiter der Intensivstationen, im OP und der Anästhesie. Besser bezahlt werden sollen außerdem die Stationsleitungen. Erhöht werden die Zulagen für Praxisanleiter, neu eingruppiert werden außerdem Lehrkräfte an den Schulen des UKGM. Wie die Uniklinik weiter mitteilt, soll es außerdem eine "differenzierte Eingruppierungssystematik" für medizinisch-technische Assistenten in der Radiologie geben - in Abhängigkeit von der Schwierigkeit der Tätigkeit.

Dzewas-Rehm betonte, "in der Krankenpflege konnten wir die Lohnabstände erfolgreich beseitigen und bewegen uns mit der Bezahlung nun auf Niveau des öffentlichen Dienstes". Dies sei wichtig, um Personal zu halten und zu gewinnen. Laut UKGM sind weitere Gespräche zwischen Februar und Juni geplant.

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