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Der Vorfall an der Uniklinik Gießen sorgte für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Einsatzkräften.

Vorfall in der Nacht

Uniklinik Gießen: Großeinsatz und Sperrung! Kontrollen wegen radioaktiver Strahlung

In der Nacht auf Donnerstag heulten rund um Gießen die Sirenen. Ein Vorfall an der Uniklinik Gießen war der Grund. 

  • Alarm an der Uniklinik Gießen in der Nacht auf Donnerstag
  • Zuvor Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften in Rosbach
  • Verdacht wegen radioaktivem Stoff
  • Mitarbeiter des Bundesamtes für Strahlenschutz im Einsatz

Gießen/Rosbach - Alarm an der Uniklinik Gießen: In der Nacht bestand der Verdacht, dass ein Patient einem radioaktivem Stoff ausgesetzt war.

Die Gefahr bestand, dass sowohl Gebäude als auch Personen einer Strahlungsquelle ausgesetzt waren. Der betroffene Gebäudeteil musste gesperrt werden, Patienten und Mitarbeiter durften das Gebäude nicht verlassen.

Uniklinik Gießen: 25-Jähriger erklärte, er habe hochradioaktive Substanzen zu sich genommen

Zuvor hatte es einen damit zusammenhängenden Einsatz von Polizei und Rettungskräften in Ober-Rosbach gegeben: Gegen 21.30 Uhr war ein Mann an einem Supermarkt in der Straße Bei den Junkergärten aufgetaucht: Der 25-Jährige fügte sich Schnittverletzungen zu, die eine Behandlung im Klinikum Gießen erforderlich machten. Dort äußerte der psychisch auffällige Mann, hochradioaktive Substanzen zu sich genommen zu haben, weshalb auch Feuerwehr und Mitarbeiter des Bundesamtes für Strahlenschutz hinzugezogen wurden.

Der dortige Großeinsatz sorgte für Aufsehen. "Da Personal und Patienten vorgehen, muss so ein riesiges Fass aufgemacht werden", erklärte Prof. Gabor Szalay, der zuständige Einsatzleiter der Betriebsfeuerwehr des UKGM. Ein Dekontaminationszelt musste errichtet werden und nach und nach alle betroffenen Personen auf radioaktive Strahlung kontrolliert werden.

Uniklinik Gießen: Patienten und Mitarbeiter untersucht

Zwei Feuerwehrleute in Schutzkleidung betraten das gesperrte Gebäude und untersuchten die dortigen Patienten und Mitarbeiter

Kurz darauf war klar: Es konnte keine Kontamination festgestellt werden. 

Rund 135 Feuerwehreinsatzkräfte der Gießener Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren Gießen-Mitte, Rödgen, Wieseck, der Betriebsfeuerwehr des UKGM sowie des Gefahrgutzuges des Landkreis Gießen waren in der Nacht im Einsatz, zudem auch der Rettungsdienst samt Einsatzleitstelle, die Gefahrgutberatung des Landkreises und die IuK-Gruppe (Information und Kommunikation) des Landkreises.

Der 25-Jährige, der den Großeinsatz an der Uniklinik Gießen ausgelöst hatte, befindet sich weiterhin in ärztlicher Behandlung.

Einen Tag später war die Feuerwehr wieder im außergewöhnlichen Einsatz in Gießen: Ein Hund hatte sich übergeben: 60 Feuerwehrleute mussten anrücken

con/red

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