Uni-Virologen beteiligt an Impfstoff-Suche

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Gießen(pm). Wissenschaftler der Universität Gießen (JLU) arbeiten gemeinsam mit Partnern in Schweden und Italien an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das derzeit grassierende Coronavirus SARS-CoV-2. Die EU fördert das internationale Projekt "Open-Corona" an der JLU mit rund 200 000 Euro.

Die Arbeitsgruppe wird von Prof. Friedemann Weber am Institut für Virologie des Fachbereichs Veterinärmedizin geleitet. "Ein Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 wird dringend benötigt", sagt JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. "Ich bin daher ausgesprochen froh, dass die Gießener Virologie hier einen wichtigen Beitrag leistet." Die Voraussetzungen für die Impfstoff-Entwicklung wurden durch die Veröffentlichung des Virusgenoms durch chinesische Forscher und die Etablierung einer Impfplattform im Rahmen eines vorhergehenden EU-Projektes geschaffen.

Die Arbeitsgruppe von Weber an der JLU untersucht in Zellkulturen, wie das Immunsystem auf die verschiedenen Impfstoffkandidaten reagiert. Bei einer Immunantwort werden als Botenstoffe sogenannte Zytokine ausgeschüttet. Die können - wie erhofft - die Bildung von Antikörpern gegen das Virus auslösen und auch toxisch wirken.

Die Forscher beabsichtigen, möglichst rasch mit der Erprobung in Tiermodellen zu beginnen. Wenn alles wie geplant verläuft, werden die ersten Versuche am Menschen voraussichtlich im Jahr 2021 beginnen und in der Karolinska-Universitätsklinik in Stockholm stattfinden.

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