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Uni-Audimax Gießen: Alte Baumängel verzögern Sanierung deutlich

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Campus der Zukunft:
mit Sanierung Audimax; 
Rathenaustraße; 
Bauherr: Land Hessen/JLU; 
Baubeginn: Frühjahr 2018; 
Fertigstellung: 2020; 
Baukosten: 20 Millionen (Audimax)
Campus der Zukunft: mit Sanierung Audimax; Rathenaustraße; Bauherr: Land Hessen/JLU; Baubeginn: Frühjahr 2018; Fertigstellung: 2020; Baukosten: 20 Millionen (Audimax) © Schepp

Das Audimax der Uni Gießen wird saniert. Doch nun ist klar: Die Arbeiten verzögern sich deutlich. Gravierende Baumängel sind der Grund.

Wie sich im Rahmen der laufenden Sanierung des Audimax' der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) herausgestellt hat, werden die Baumaßnahmen wegen gravierender Baumängel aus den 1960er-Jahren deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als geplant. Die Mängel waren anhand der Bauunterlagen so nicht vorhersehbar und machen die zunächst geplante Wiederaufnahme des Lehrbetriebs zum Wintersemester 2019/2020 unmöglich.      Die JLU geht von einer Verschiebung des Fertigstellungstermins um bis zu zwei Jahre aus; das Haus A im Philosophikum II einschließlich Audimax, Hörsälen und Institutsbereich kann daher erst zum Wintersemester 2021/22 wieder bezogen werden.

Beim Bau Material gespart

Wie sich jetzt herausgestellt hat, wurde bei der Errichtung des Gebäudes in den 1960er Jahren massiv von den vorhandenen Bauplänen abgewichen und Material eingespart. So zeigten sich Mängel in der Betondeckung, bei den Klinkerwänden und generell bei der Bauausführung. Diese waren bei der Vorplanung in diesem Ausmaß nicht zu erwarten und auch im Rahmen der zuvor durchgeführten Gebäudeuntersuchung nicht ersichtlich. Die zu erwartende Bauzeitverlängerung ergibt sich aus den zusätzlichen Maßnahmen, die jetzt zur Sicherung des Gebäudebestands ergriffen werden müssen.

Auch andere Gebäude betroffen?

Aufgrund der speziellen Gegebenheiten im Audimax (Unterkellerung etc.) geht die JLU davon aus, dass die baulichen Mängel nur Haus A betreffen. Es werden aber auch an den anderen zeitgleich errichteten Gebäuden des Philosophikums II bauliche Untersuchungen durchgeführt. Die betroffenen Nutzer können die aktuellen Interims-Unterbringungen auch weiterhin für ihre Lehrveranstaltungen nutzen.

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