Bei Unfall: Zettel an Scheibe reicht nicht aus

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Gießen(pm). Ein Hinweiszettel unter der Windschutzscheibe des beschädigten Autos reicht nach einem Unfall nicht aus. Grundsätzlich wird in solchen Fällen ein Ermittlungsverfahren wegen Verkehrsunfallflucht eingeleitet. Diese Erfahrung musste jetzt ein Autofahrer aus dem Kreis Gießen machen - und seinen Führerschein abgeben.

Was war passiert? Der Mann hatte in der Nähe des Schiffenberger Wegs in Gießen einen geparkten Mittelklassewagen touchiert, an dem beschädigten Fahrzeug eine Nachricht hinterlassen und fuhr davon. Die Ermittlungen führten deshalb schnell zu dem Verursacher, der den Unfall einräumte. Er glaubte, mit dem Hinweiszettel der gesetzlich festgelegten Feststellungspflicht nachgekommen zu sein. Da irrte er sich allerdings, und die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren gegen ihn ein. Die Folge: Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Auf ihn kommt nun ein Gerichtsverfahren zu, in dem geprüft wird, wie lange er auf seine Fahrerlaubnis verzichten muss. Die Polizei rät, bei jedem noch so kleinen Unfallschaden und der Abwesenheit des Unfallgegners die Polizei zu verständigen.

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