Unendlich weiter Klangkosmos

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Schon beim ersten von drei Konzerten mit den zwölf großen Orgelwerken César Francks übertraf der Leipziger Organist Daniel Beilschmidt hochgesteckte Erwartungen und erntete lang anhaltenden Beifall. Die imposanten Kompositionen des französischen Romantikers Franck (1822 bis 1890) kamen in der Bonifatiuskirche ideal zur Geltung. In der eingangs gespielten "Fantaisie" C-Dur op. 16 erfuhr die Musik nach weihevoll-ruhigem Beginn dynamische Steigerungen, bei denen sich in Beilschmidts weitläufiger Interpretation das Klangbild immer mehr öffnete. Dabei verlieh er dem Thema nachdenklichen Ausdruck und schöpfte die mannigfaltigen Registerkombinationen gekonnt aus. Schon diese Auftaktkomposition versprühte intensiv spirituelle Atmosphäre und lud die Hörer ein, sich von feinen seelischen Gemütszuständen in den Bann ziehen zu lassen.

Schon beim ersten von drei Konzerten mit den zwölf großen Orgelwerken César Francks übertraf der Leipziger Organist Daniel Beilschmidt hochgesteckte Erwartungen und erntete lang anhaltenden Beifall. Die imposanten Kompositionen des französischen Romantikers Franck (1822 bis 1890) kamen in der Bonifatiuskirche ideal zur Geltung. In der eingangs gespielten "Fantaisie" C-Dur op. 16 erfuhr die Musik nach weihevoll-ruhigem Beginn dynamische Steigerungen, bei denen sich in Beilschmidts weitläufiger Interpretation das Klangbild immer mehr öffnete. Dabei verlieh er dem Thema nachdenklichen Ausdruck und schöpfte die mannigfaltigen Registerkombinationen gekonnt aus. Schon diese Auftaktkomposition versprühte intensiv spirituelle Atmosphäre und lud die Hörer ein, sich von feinen seelischen Gemütszuständen in den Bann ziehen zu lassen.

Von kraftvoll-brillanter Art war demgegenüber die majestätische "Pièce pour grand orgue" A-Dur. Dazu kontrastierte der meditative, klanglich schwebende Mittelteil mit Orgelpunkt im Bass. Kaum steigerbar schienen die Dramatik und Virtuosität im Schlussteil.

Das Vermögen des Organisten, die Musik geistig zu durchdringen und ihren vielschichtigen Ausdrucksgehalt zu vermitteln, bestach erneut bei der ernsten, tief im Inneren bewegenden "Prière" op. 20 mit dunklem Grundcharakter.

Die 1878 entstandenen "Trois Pièces pour grand orgue" bildeten den Abschluss des hochkarätigen, Lust auf mehr weckenden Konzerts. Bei der erhebenden "Fantaisie" war ebenso wie bei dem besinnlichen "Cantabile" oder der aufwühlenden "Pièce héroique" zu spüren, wie akribisch sich Beilschmidt mit den klanglichen Eigenheiten der Eule-Orgel und der Saalakustik vertraut gemacht hatte. Da konnte man in einen unendlich weiten, den Horizont bereichernden Klangkosmos eintauchen.

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