Für Umwelt und soziale Gerechtigkeit

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Diesmal war der Weg das Ziel. Bei der dritten Auflage von "Fridays for Future" in der Gießener Innenstadt lag der Schwerpunkt am Freitag nicht wie bei den beiden Vorgängerveranstaltungen auf den Wortbeiträgen der Abschlusskundgebung. Die größte Aufmerksamkeit erhielten die nach Polizeiangaben zwischen 600 und 700 jungen Demonstranten beim Protestmarsch selbst, der zunächst von verschiedenen Ausgangspunkten in Richtung Berliner Platz und anschließend über Elefantenklo und Westanlage zur Neustadt führte. "Hopphopphopp – Kohle stopp" skandierten die Teilnehmer immer wieder. Am Pfarrgarten bildeten die Schüler und Studenten dann mit ihrer Kurzkundgebung den Auftakt zum Aktionstag "Gießen autofrei – für eine autofreie Innenstadt".

Diesmal war der Weg das Ziel. Bei der dritten Auflage von "Fridays for Future" in der Gießener Innenstadt lag der Schwerpunkt am Freitag nicht wie bei den beiden Vorgängerveranstaltungen auf den Wortbeiträgen der Abschlusskundgebung. Die größte Aufmerksamkeit erhielten die nach Polizeiangaben zwischen 600 und 700 jungen Demonstranten beim Protestmarsch selbst, der zunächst von verschiedenen Ausgangspunkten in Richtung Berliner Platz und anschließend über Elefantenklo und Westanlage zur Neustadt führte. "Hopphopphopp – Kohle stopp" skandierten die Teilnehmer immer wieder. Am Pfarrgarten bildeten die Schüler und Studenten dann mit ihrer Kurzkundgebung den Auftakt zum Aktionstag "Gießen autofrei – für eine autofreie Innenstadt".

Dass die jungen Leute, die sich am Vormittag in zwei Zügen mit Ausgangspunkt Herderschule und Philosophikum I in Bewegung gesetzt hatten, ihren Protest auch mit ironischen Anspielungen garnierten, unterstrichen Plakate wie "Wir brauchen unseren Snow noch" – versehen mit dem Konterfei von "Game of Thrones"-Star Kit Harington. Zum Auftakt der Wortbeiträge hatte DGB-Kreisvorsitzender Klaus Zecher darauf verwiesen, dass Umweltschutz und Arbeitnehmerinteressen kein Widerspruch sind. "Hier wird versucht, einen Keil zwischen uns zu treiben", sagte der Gewerkschafter und sprach sich für eine Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs und für günstigere Fahrpreise aus. Zecher: "Wir kämpfen gemeinsam für mehr Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit."

Als "existenzielle Bedrohung" bezeichnete Paul Emmerich den Klimawandel. Der Schüler des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums forderte die Bundesregierung, die sich im Übrigen nicht an das Pariser Klimaschutzabkommen halte, dazu auf, "nicht die Wirtschaft zu schützen und dafür unsere Lebensgrundlagen zu opfern". So sei Kohle ohne Subventionen überhaupt nicht mehr konkurrenzfähig. Konkret schlug Emmerich eine CO2-Steuer in Höhe von 180 Euro pro Tonne vor.

Matthias Schneider, der die "Fridays for Future" in der Nachbarstadt Wetzlar mitorganisiert hat, machte aus seiner Bewunderung für die große Resonanz beim Einsatz für ein besseres Klima keinen Hehl. "Bei uns waren gerade mal eine Handvoll Leute unterwegs", berichtete Schneider. Die vierte Klimaschutz-Demo in Gießen ist bereits terminiert. Sie steigt am 24. Mai.

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