UKGM kritisiert Bonus-Vergabe

  • Christoph Hoffmann
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Gießen(chh). 433 Krankenhäuser erhalten von der Bundesregierung eine Corona-Prämie für ihre Pflegekräfte. Das Gießener Uniklinikum fehlt auf dieser Liste (wie berichtet). Nun meldet sich die Geschäftsführung des UKGM zu Wort und teilt mit, gegen die Entscheidung vorzugehen. "Wir haben uns bei der Hessischen Landesregierung beschwert und den Hessischen Sozialminister aufgefordert, einen Ausgleich für das UKGM zu schaffen", heißt es in dem Schreiben.

Insgesamt 100 Millionen Euro hat der Bund für Prämien zur Verfügung gestellt. Diese Mittel werden an Krankenhäuser ausgegeben, die während der ersten Monate der Corona-Pandemie im Verhältnis zu ihrer Bettenzahl besonders viele mit dem Coronavirus infizierte Patienten zu versorgen hatten. Obwohl das UKGM eine Corona-Schwerpunkt-Klinik ist, kommt sie nicht in den Genuss des Geldes, da zum Stichtag weniger als die vorgegebene Zahl an Patienten behandelt worden ist. Das liegt daran, dass die Uniklinik mit vielen schweren Verläufen zu tun hatte, die naturgemäß pflegeintensiver sind.

Die Geschäftsführung betont in diesem Zusammenhang aber auch, dass die Pfleger nicht leer ausgehen. "Wir haben im Januar 2020 zusätzlich eine Infektionszulage im Tarifvertrag verankert, die jeder Pflegekraft, die mit infektiösen Patienten arbeitet, eine Zulage in Höhe von 46 Euro im Monat garantiert."

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