Aus Überzeugung politisch engagiert

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Gießen(pm). Auf Einladung des Freiwilligenzentrums Gießen, dem Integrationsbüro der Stadt und des Kompetenzzentrums Vielfalt kamen 40 Interessierte zur Veranstaltung "Macht Politik Spaß?" in das Café Zeitlos. Vier Kommunalpolitikerinnen und -politiker aus verschiedenen Parteien stellten sich den Fragen zu ihrem politischen Engagement: Sonya Can ist seit 16 Jahren für die CDU Stadtverordnete in Pohlheim, Natalia Knöbl engagiert sich in den Ausländerbeiräten in Stadt und Kreis Gießen, Istayfo Turgay hat für die SPD die Position des ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten inne und Vahit Duran ist grüner Stadtverordneter in Gießen. Neben vielen Unterschieden haben sie einiges gemeinsam: sie beteiligen sich in ihrer Kommune und sie haben Migrationsgeschichte. Und sie können die Frage "Macht Politik Spaß?" für sich mit einem klaren Ja beantworten.

Nach den Fragen, wie die vier Podiumsteilnehmer ihren Weg in die Politik gefunden hatten, was das familiäre Umfeld von ihrem Engagement hält und nach ihren politischen Zielen, entwickelte sich mit dem Publikum eine rege Diskussion. So waren Sonya Can und Natalia Knöbl über ihr ehrenamtliches Engagement wie Elternbeirat zur Politik gekommen. Istayfo Turgay war zunächst in der kirchlichen Jugendarbeit tätig, wollte aber mehr in der Gesellschaft bewegen und Vahit Duran ist sicher: "Durch Kommunalpolitik lerne ich die Stadt besser kennen."

Als ein Ergebnis stellte Alexandra Böckel vom Freiwilligenzentrum in Aussicht, eine Folgeveranstaltung anzubieten. Denn das Interesse, wie man sich - auch ohne deutschen Pass - in der Kommune beteiligen kann, war groß.

Turgay machte stellvertretend für alle deutlich, dass sich die demokratischen Parteien besonders über die Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte freuen. "Mitarbeit ist immer möglich und EU-Bürger können bei Kommunalwahlen auch wählen und gewählt werden." Natalia Knöbl ergänzte, dass Ausländerbeiräte die Interessen ausländischer Mitbürger vertreten und es daher wichtig sei, an diesen Wahlen teilzunehmen.

"Zur Wahl stellen dürfen sich alle Personen, die einen ausländischem Pass haben oder hatten, wählen jedoch dürfen nur ausländische Mitbürger", bekräftigte Knöbl.

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