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Gießen(pm). Am 29. Januar, 18 Uhr, laden das Zentrum Östliches Europa (GiZO) und die Universitätsbibliothek zur Vernissage einer Ausstellung über den "Karl-Dedecius-Preis" ein.

Benannt wurde der Preis, der alle zwei Jahre sowohl an einen polnischen Übersetzer deutschsprachiger Literatur als auch an einen deutschen Übersetzer polnischer Literatur verliehen wird, nach Karl Dedecius (1921-2016). Er wuchs in Lodz auf, das bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein Schmelztiegel deutscher, jüdischer, polnischer und russischer Kultur war. Er hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die polnische Literatur in Deutschland bekannt zu machen. Anlässlich seines 90. Geburtstages entstand die Wanderausstellung, über den von der Robert Bosch Stiftung und dem Deutschen Polen-Institut Darmstadt verliehenen "Karl-Dedecius-Preis".

Neben dem Konzept des Doppelpreises, werden zudem sein Namensgeber und die Preisträger in deutscher und polnischer Sprache vorgestellt. Die Prämierten nehmen zu ihrer Profession Stellung und verraten, was sie beim Übersetzen von Literatur inspiriert.

Die Vernissage wird begleitet von einem Vortrag des Karl-Dedecius-Preisträgers Bernhard Hartmann, der über Probleme und Schwierigkeiten des Übersetzens unter dem Titel "Der Ort des Übersetzers. Übersetzen zwischen Politik und digitalem Wandel" sprechen wird. Hartmann übersetzt seit 2005 vorrangig literatur- und geisteswissenschaftliche Texte aus dem Polnischen.

Zu sehen ist die Ausstellung im Ausstellungsraum der UB (Otto-Behaghel-Straße 8) bis 29. Februar im Rahmen der Kleinen-Fächer-Woche. Unter dem Motto "Europa - EinBlick von den Rändern" präsentieren die kleinen Fächer an der JLU ihre Leistungen und Gesellschaftsrelevanz vom 20. bis 29. Januar in einer Reihe von Veranstaltungen, die sich an die Öffentlichkeit wenden.

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