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Übergabe der Bewilligungsbescheide der Anstoß Stiftung. FOTO: NAL

Über 24 000 Euro für Soziales

Gießen(nal). Für Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz ist die Stiftungsidee gerade in diesen Tagen umso leuchtender, werden doch "Projektinitiativen unterstützt, die für Vielfalt, Toleranz und Teilhabe stehen". Unter das Motto "Die soziale Gemeinschaft in der Region mitgestalten" hatte die Anstoß-Stiftung ihre diesjährige Förderung von sozialen Projekten gestellt und 24 150 Euro an 13 Projekte aus Stadt und Landkreis Gießen während einer Feier in der Jugendwerkstatt Gießen übergeben.

Vorsitzender Wolfgang Balser betonte in seiner Begrüßung, dass die Stiftung mit ihren Unterstützungen die soziale Situation von Menschen in schwierigen Lebenslagen verbessern will. Gleichzeitig soll damit ein Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in der Region geleistet werden.

Die gemeinnützige Gesellschaft für Integration, Jugend und Berufsbildung Gießen erhält einen Zuschuss für die Anschaffung einer Outdoor-Werkstatt, die der berufsbezogenen Qualifizierung von Jugendlichen dienen wird. Der Verein "Schule für alle" erhält einen Betrag für einen Antidiskriminierungsworkshop. Der Kinderschutzbund will Dolmetscher in der Beratung einsetzen und erhält dazu Fördermittel. Der Verein Wildwasser bekommt Mittel für eine Broschüre für Mädchen. Die Hürden beim Einstieg in Arbeit und Ausbildung überwinden will die Aktion Perspektiven und erhält dazu eine Förderung für diese Arbeit mit Langzeitarbeitslosen.

Das Freiwilligenzentrum bekommt einen Zuschuss zu Aktivitäten für die Reaktivierung von Dorfgemeinschaftshäusern. Die Kochkurse für Menschen am Eulenkopf der Caritas Gießen können mit dem Zuschuss der Anstoß-Stiftung umgesetzt werden. In der Jugendwerkstatt wird ein Entspannungsraum für die Arbeit mit besonders belasteten Jugendlichen eingerichtet. Das Frauenhaus Gießen erhält Fördermittel für einen Ausflug mit Bewohnerinnen. Das Netzwerk für politische Bildung wird aktiv gegen Antisemitismus und veranstaltet dazu Seminare für Multiplikatoren.

Die Evangelische Stiftung Arnsburg wird mit Kindern Seifenkisten bauen und erhält dazu einen Beitrag zu den Materialkosten. Für Integrations- und Kulturarbeit mit Jugendlichen wird der Assyrische Jugendverband gefördert. Die Gruppe der Busecker Frauen bietet Selbstbehauptungskurse für ausländische Frauen an. "Es gibt viele engagierte und kreative Menschen in unserer Region, die im sozialen Bereich aktiv sind. Dies ist wichtig für das soziale Klima in der Region und es ist wichtig für die Menschen", betonte der Stiftungsvorsitzende Balser.

Lobende Worte

Mit Pfarrer i.R. Christoph Geist und Yvonne Fritz wurden zwei langjährige Mitglieder aus der Vorstandsarbeit verabschiedet. Christoph Geist war von Beginn der Stiftung im Vorstand aktiv und hatte bei deren Aufbau mitgearbeitet. "Für die langjährige Arbeit für die Stiftung sind wir Christoph Geist sehr zu Dank verpflichtet", betonte Balser. Yvonne Fritz hatte sich vor allem für die Neugestaltung der Finanzverwaltung der Stiftung engagiert. "Ihr juristischer Rat war für unsere Entscheidungen immer sehr wichtig und hilfreich", sagte Balser.

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