EV trennt sich von Chefarzt

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Am Agaplesion Evangelischen Krankenhaus steht ein Abschied bevor, der Fragen offen lässt. Nach mehr als fünf Jahren wird sich das Krankenhaus auf der Hardt zum 1. Januar 2019 von seinem Chefarzt Dr. Jochen Sucke trennen. Das geht aus einer internen E-Mail hervor, die die Geschäftsführung an die Beschäftigten versendet hat. EV-Geschäftsführer Sebastian Polag bestätigte die Trennung gegenüber dieser Zeitung: "Fakt ist, dass wir uns seit mehreren Monaten mit Dr. Sucke in einvernehmlichen Trennungsgesprächen befinden und dass wir uns darüber einig sind, zukünftig getrennte Wege zu gehen." Einvernehmlich? Über mehrere Monate? Aufgrund der laufenden Gespräche könne er zu weiteren Details "leider keine Auskunft geben", sagte Polag.

Am Agaplesion Evangelischen Krankenhaus steht ein Abschied bevor, der Fragen offen lässt. Nach mehr als fünf Jahren wird sich das Krankenhaus auf der Hardt zum 1. Januar 2019 von seinem Chefarzt Dr. Jochen Sucke trennen. Das geht aus einer internen E-Mail hervor, die die Geschäftsführung an die Beschäftigten versendet hat. EV-Geschäftsführer Sebastian Polag bestätigte die Trennung gegenüber dieser Zeitung: "Fakt ist, dass wir uns seit mehreren Monaten mit Dr. Sucke in einvernehmlichen Trennungsgesprächen befinden und dass wir uns darüber einig sind, zukünftig getrennte Wege zu gehen." Einvernehmlich? Über mehrere Monate? Aufgrund der laufenden Gespräche könne er zu weiteren Details "leider keine Auskunft geben", sagte Polag.

Dem Vernehmen nach sollen die Gespräche zwischen Krankenhausleitung und dem Chefarzt, der am EV die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Endokrine- und Gefäßchirurgie seit mehreren Jahren mit Prof. Katja Schlosser in einer Doppelspitze führt, nicht ganz so einvernehmlich laufen wie Polag vorgibt. Sucke wollte sich auf GAZ-Anfrage nicht zu den Vorgängen äußern. Der Chefarzt lehnte auch jede Stellungnahme zum Inhalt der von der Klinikleitung versendeten E-Mail ab. Ab Januar wird die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Endokrine- und Gefäßchirurgie nur noch von Schlosser geführt werden.

Sucke kam 2013 als einer von zwei Nachfolgern für Chirurgie-Chef Prof. Karl-Heinz Muhrer ans EV. Der damals 44-Jährige war zuvor Chefarzt der Chirurgischen Klinik der Dill-Kliniken in Dillenburg. Sein Medizinstudium hatte der gebürtige Frankfurter in Gießen absolviert. Seitdem wohnt Sucke in der Stadt an der Lahn. Nach dem Studium arbeitete er zunächst in Frankfurt, 2003 wechselte er in die Chirurgie des Universitätsklinikums Gießen. 2006 wurde ihm dort die Leitung der Sektion "Chirurgische Endoskopie" übertragen. Seine medizinischen Schwerpunkte liegen in der minimalinvasiven und der kolorektalen Chirurgie, der Proktologie sowie der Hernienchirurgie. Bei seiner Vorstellung am EV 2013 sagte Sucke: "Jetzt bin ich auch beruflich nach Hause gekommen." Ab Januar ist er heimatlos.

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