Die Theatermaschine läuft

  • vonSebastian Schmidt
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Gießen(seg). Die Studierenden der Angewandten Theaterwissenschaft werden ihre Werksschau hauptsächlich Online stattfinden lassen. Ein paar Ausnahmen vom Digitalen wird es aber geben.

Von Mittwoch, 10. Juni, bis Sonntag, 14. Juni, gibt es ein volles Programm. Zum Großteil im Stundentakt, teilweise sogar im Halbstundentakt bietet die Theatermaschine Live-Performences, Diskussionsrunden und auch zwei Partys. Was man sich unter den Partys vorstellen kann, bleibt nebulös, da diese Punkte im Veranstaltungskalender (theatermaschine-giessen.de/program) nicht mit Informationen hinterlegt sind.

Hinter den anderen Veranstaltungen verbirgt sich immer ein kleiner Erklärungstext, welche Internet-Plattformen benutzt wird und wie viele Menschen teilnehmen dürfen. Manche davon werfen aber mehr Fragen auf, als sie beantworten. So zum Beispiel "skin on screen" (deutsch: Haut auf Bildschirm) von Eng Kai Er and Dana Maxim. Die Performance, die zum Teil aus Schreiben, Lesen und Tanzen besteht, findet zwar neunmal in fünf Tagen statt. Aber das Publikum ist auf eine Person beschränkt, und es ist eine Dauer von 90 Minuten angegeben. Bei so etwas mitzumachen, alleine mit zwei fremden Menschen über das Internet, dürfte für einige bereits außerhalb der Komfort-Zone liegen.

Kopfkino beim Programm

Bei "Der Tag, an dem Flash Gordon starb" von Léon Haase, Elena Giffel, Daniel Dietrich, Ewa Rataj und Samuel Simon wird in der Beschreibung offengelassen, ob man Teil der Performance wird oder zuschaut.

Durch die kurzen Beschreibungen schaffen es die Theaterwissenschaftler, schon beim Lesen der einzelnen Programmpunkte Spannung aufzubauen und Kopf-Kino zu erzeugen.

Zurück in die analoge Welt findet das Festival aber gleich mit zwei besonderen Angeboten. Einmal wird es einen Lieferservice geben. Mit einem Lastenrad werden an den beiden Party-Abenden, Donnerstag und Sonntag, Getränke ausgefahren. 2 Euro kostet die Flasche Bier und 5 Euro die Flasche Wein. Die Veranstalter freuen sich aber auch, wenn man etwas mehr dafür bezahlt. "Um die Festivalkasse zu füllen", steht auf der Webseite.

Das zweite analoge Angebot sind Wundertüten, "Wonderwerk" genannt. Die gibt es einmal in der Poesie, einmal in der Party und einmal in einer digitalen Ausführung.

Was man für eine Mindestspende von 5 Euro bekommt, wird nicht verraten. Dann wäre es auch keine Wundertüte.

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