Traurige Nachricht aus dem Selterweg in Gießen: Die Tamaris-Filiale schließt.
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Traurige Nachricht aus dem Selterweg in Gießen: Die Tamaris-Filiale schließt.

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Gießen: Beliebter Laden auf dem Seltersweg schließt

  • Marc Schäfer
    VonMarc Schäfer
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Ein Schuhladen im Gießener Seltersweg schließt. Die Mitarbeiter sollen ihren Arbeitsplatz aber behalten. Es gibt schon Pläne zur Folgenutzung.

Gießen - »Wir schließen unseren Tamaris-Store für immer!« Das steht in dicken weißen Lettern auf einem auffälligen roten Aufkleber, mit dem die Eingangstür des Schuhgeschäfts im Seltersweg 14 gegenüber den »Drei Schwätzer« plakatiert ist. Das nächste corona-bedingte Aus in der Gießener Innenstadt?

»Nein«, sagt Heinz-Jörg Ebert, der Geschäftsführer des Schuhhaus Darré, das den Mono-Label-Laden für Damenschuhe seit 2014 an dieser Stelle betreibt. »Die jetzt bevorstehende Schließung der Franchise-Filiale erfolgt keineswegs coronabedingt«, erklärt Ebert. Die Entscheidung sei indes schon früher gefallen und entspreche einem gut vorbereiteten Konzeptionsgedanken.

In dem Laden im Seltersweg war bis 2014 eine Nordsee-Filiale untergebracht.

Der Hintergrund: Im Stammhaus am Selterstor habe man während der beiden Lockdowns viel gearbeitet - und investiert. »Wenn die Türen dort wieder öffnen dürfen, wird die Kunden ein neues Bild erwarten«, betont Ebert. Zum Sortiment sollen dann auch Tamaris-Schuhen gehören.

Tamaris in Gießen: Laden für Damenschuhe in Gießen schließt

Die Schließung des Mono-Label-Ladens auf Höhe der Plockstraße heiße indes nicht, dass sich das Gießener Traditionsunternehmen aus diesem Teil des Selterswegs zurückziehe, »Es wird einen nahtlosen Übergang in eine andere Idee von uns geben«; betont Ebert. Welches Konzept der Vorsitzende des BID Seltersweg dort starten möchte, wollte er noch nicht verraten. Nur das: Die Idee sei unter dem Einfluss von Corona entstanden. »Sobald wir wieder öffnen dürfen, startet ein kurzer Räumungsverkauf. Dann wird umgestaltet, und schon sind wir mit Schuhen, vielen Marken und neuem Gesicht wieder da«, verspricht Ebert. Bestehende Verträge der Mitarbeiter stünden daher nicht infrage.

2014 hatte Darré auf 100 Quadratmetern den ersten Tamaris-Shop in Mittelhessen in den Räumen eröffnet, in denen zuvor eine von zwei Nordsee-Filialen untergebracht gewesen war. (Marc Schäfer)

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