Tagungshaus mit Hotel und Standesamt

  • schließen

Gießen/Rauischholzhausen (si). Das Land Hessen will Schloss Rauischholzhausen im Ebsdorfergrund, das bislang zur Justus-Liebig-Universität gehört, grundlegend sanieren und für ein breiteres Publikum öffnen. Als Tagungs- und Fortbildungsstätte soll es künftig von den drei mittelhessischen Hochschulen – den Universitäten Gießen und Marburg und der TH Mittelhessen – gemeinsam genutzt werden, alle drei können dann Raumkontingente anmieten. Darüber hinaus gibt es den Vorschlag, im Haus private und gewerbliche Veranstaltungen zuzulassen und ein Hotel der 3-Sterne-Kategorie unterzubringen. Zusätzlich könnten zwei Gästehäuser zum kostengünstigen Hostel umgebaut werden. Beabsichtigt ist auch, im Schloss ein Standesamt einzurichten. Das sagte am Freitag der hessische Finanzminister Thomas Schäfer, der die Pläne mit den Uni-Präsidenten Joybrato Mukherjee (Gießen) und Katharina Krause (Marburg) sowie Andreas Schulz, Bürgermeister der Gemeinde Ebsdorfergrund, vorstellte.

Gießen/Rauischholzhausen (si). Das Land Hessen will Schloss Rauischholzhausen im Ebsdorfergrund, das bislang zur Justus-Liebig-Universität gehört, grundlegend sanieren und für ein breiteres Publikum öffnen. Als Tagungs- und Fortbildungsstätte soll es künftig von den drei mittelhessischen Hochschulen – den Universitäten Gießen und Marburg und der TH Mittelhessen – gemeinsam genutzt werden, alle drei können dann Raumkontingente anmieten. Darüber hinaus gibt es den Vorschlag, im Haus private und gewerbliche Veranstaltungen zuzulassen und ein Hotel der 3-Sterne-Kategorie unterzubringen. Zusätzlich könnten zwei Gästehäuser zum kostengünstigen Hostel umgebaut werden. Beabsichtigt ist auch, im Schloss ein Standesamt einzurichten. Das sagte am Freitag der hessische Finanzminister Thomas Schäfer, der die Pläne mit den Uni-Präsidenten Joybrato Mukherjee (Gießen) und Katharina Krause (Marburg) sowie Andreas Schulz, Bürgermeister der Gemeinde Ebsdorfergrund, vorstellte.

Die Pläne sind das Ergebnis eines baulichen Gutachtens zum Schloss und einer Analyse des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, die in den vergangenen Monaten erarbeitet worden waren. Das Land hatte sie in Auftrag gegeben, weil seit vielen Jahren klar ist, dass das imposante Gebäude in der jetzigen Form wirtschaftlich nicht betrieben werden kann. Mukherjee bekräftigte gestern denn auch noch einmal, dass die Hochschule "sehr stolz auf dieses Schmuckstück" sei, es der Hochschulleitung allerdings auch "viel Kopfzerbrechen" bereitet habe. Allein habe die Universität Gießen den Sanierungsbedarf auf keinen Fall stemmen können, sagte Mukherjee, der sich beim Land für die jetzt gefundene Lösung ausdrücklich bedankte.

Saniert werden sollen den Plänen zufolge neben dem Schloss auch einige Nebengebäude – die Häuser 3, 4 und 8 –, die Alte Mühle, die Wege, außerdem wird die gesamte technische Infrastruktur erneuert. Denkbar sind zudem "bauliche Ergänzungen", also Um- oder Neubauten im Park und auf angrenzenden Grundstücken. Hierfür liegen Absichterklärungen vor.

Von genauen Daten und Kosten war bei dem Pressegespräch am Freitag nicht die Rede. Im vergangenen Jahr hatte Schäfer von einem Baubeginn im Jahre 2020 gesprochen. Die Gesamtkosten hatte er auf mindestens 24 Millionen Euro beziffert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare